
Der anhaltende Konflikt mit dem Iran und die Sperrung der Strasse von Hormuz führen zu erheblichen Störungen der weltweiten Treibstoffversorgung, gefährden den Reiseverkehr im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) und haben weltweite Auswirkungen. Trotz des am 7. April 2026 verkündeten zweiwöchigen Waffenstillstand ist die Strasse von Hormuz für den Transport von Erdöl und Erdgas noch immer nicht frei passierbar.
Als Reaktion darauf ergriffen Regierungen in ganz Asien Massnahmen. Japan hat unter anderem die Vorschriften für Kohle gelockert, Vietnam hat eine Ökosteuer ausgesetzt, um die Kraftstoffkosten zu senken, und Indien hat die Verbrauchsteuern auf fossile Brennstoffe gesenkt.
Auswirkungen auf Reisende und die Reisebranche
Die Treibstoffknappheit zwingt Fluggesellschaften – darunter Billigfluglinien und grosse internationale Anbieter – bereits dazu, Hunderte von Flügen zu streichen. Auch Fährverbindungen sowie der öffentliche und private Nahverkehr sind betroffen, während an mehreren Orten Beschränkungen für den Treibstoffkauf eingeführt werden.
«Für Reisende könnte dies plötzliche Änderungen der Reiseroute, eingeschränkte Mobilität oder im schlimmsten Fall das Stranden am Reiseziel bedeuten», sagte Adam Schrader, Director of Operations bei Riskline. «Für Reiseunternehmen steigt das Risiko von Stornierungen, Umbuchungskosten und unzufriedenen Kunden täglich.»
Laura Welsh, Leiterin für globale Partnerschaften und Kundenerfolg bei Riskline, kommentierte: «Unternehmenskunden und Reisemanagement-Unternehmen sehen sich mit einer äusserst schwierigen Lage konfrontiert. Der Zugang zu zuverlässigen Reiseinformationen in Echtzeit ist entscheidend, um Reisepläne anzupassen, die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und Betriebsstörungen zu minimieren.»
Reisehinweise: Was Riskline beobachtet
Zwischen dem 28. Februar und dem 13. März veröffentlichte Riskline 1924 Echtzeit-Warnmeldungen zum Iran-Konflikt und übertraf damit die Werte aus der Pandemiezeit im Jahr 2020. Zuletzt gab das Unternehmen spezielle Reisehinweise für mehrere Länder im asiatisch-pazifischen Raum heraus, um Reisende und Unternehmen bei der Bewältigung der anhaltenden Beeinträchtigungen zu unterstützen.
Zu den wichtigsten Punkten zählen:
- Reiseziele mit hohem Risiko: Philippinen und Myanmar, wo der nationale Notstand ausgerufen und Flugverbote verhängt wurden.
- Reiseziele mit mittlerem Risiko: Bangladesch, Kambodscha, Indonesien, Sri Lanka und Vietnam, wo es zu erheblichen Kraftstoffpreissteigerungen und teilweisen Verkehrsbeeinträchtigungen kommt.
- Reiseziele mit mässigem Risiko: Australien, Indien, Laos, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, Thailand und andere Länder, die mit begrenzter Kraftstoffverfügbarkeit, möglichen Flugausfällen und eingeschränkten öffentlichen Verkehrsmitteln konfrontiert sind.
Sicherheits- und Reisehinweise
- Halten Sie den Kraftstofftank von Fahrzeugen und Geräten nach Möglichkeit immer voll.
- Nutzen Sie für kürzere Strecken öffentliche Verkehrsmittel, gehen Sie zu Fuss oder fahren Sie mit dem Fahrrad, insbesondere in Ländern, in denen es zu erheblichen Kraftstoffengpässen kommt.
- Planen Sie aufgrund möglicher Flug- oder Verkehrsbeeinträchtigungen mit einem eventuell längeren Aufenthalt an den betroffenen Reisezielen.
- Überprüfen Sie Ihre Reiserouten im Voraus bei Fluggesellschaften oder Reiseveranstaltern auf aktuelle Informationen zu Stornierungen, Umbuchungen oder Rückerstattungen.
- Seien Sie an Tankstellen und in überfüllten Bereichen, in denen Spannungen oder Unruhen auftreten können, vorsichtig.
«Reisende sollten vorausschauend denken und sich auf Störungen vorbereiten. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass Transportmittel und Kraftstoff immer verfügbar sein werden», sagte Adam Schrader. «Selbst kurze Reisen können davon betroffen sein, daher ist eine proaktive Planung entscheidend für Sicherheit und Kontinuität.»
Die Behörden auf den Philippinen haben den Energie-Notstand ausgerufen, während Myanmar den Kauf von Kraftstoff begrenzt und Inlandsflüge aussetzt. Auch Vietnam, Sri Lanka, Indonesien und Kambodscha haben Massnahmen zur Kraftstoffrationierung ergriffen. (Business Traveltip)








