
Nach zähem Ringen hat der Grosse Rat von Basel-Stadt nun seine Zustimmung zur Privatisierung erteilt: United Waterways übernimmt die Basler Personenschifffahrt AG (BPG) und damit eine der traditionsreichsten Flotten der Schweizer Binnenkreuzfahrt.
Die BPG, seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil des touristischen Angebots der Region, schlägt damit nach rund 100 Jahren ein neues Kapitel auf.
Basel wird zum Premium-Hub
Für United Waterways, den grösste europäischen Anbieter von modularen White-Label-Schiffsmanagement-Dienstleistungen auf allen Gewässern, bedeutet der Kauf eine strategische Erweiterung seiner internationalen ‘Floating Venues’-Division, die bereits Standorte in London, Amsterdam, Köln und Dresden umfasst.
Basel, by the way auch Hauptsitz von United Waterways, wird nun als weiterer Premium-Hub für Events und Ausflugsfahrten auf dem Wasser positioniert – ein klares Bekenntnis zum Heimathafen des Unternehmens.
Eine Herzensangelegenheit

Executive Chairman Robert Straubhaar betont, dass die BPG für den Konzern eine ‘Herzensangelegenheit’ sei: «Wir danken dem Kanton Basel-Stadt für das Vertrauen und freuen uns, die Basler Personenschifffahrt gemeinsam mit dem bestehenden BPG-Team in eine unabhängige und erfolgreiche Zukunft zu führen».
Ziel sei es, das bestehende Angebot gemeinsam mit regionalen Partnern auszubauen und neue touristische Impulse auf dem Rhein zu setzen.

CEO Dr. Sascha Gill unterstreicht zudem die Bedeutung der Schifffahrt für die Identität Basels und kündigt ab 2027 eine deutlich stärkere Präsenz sowie Investitionen in umweltfreundliche Antriebstechnologien an.
In den kommenden Monaten beginnt die Integrationsphase, in der United Waterways gemeinsam mit lokalen Stakeholdern an einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Produkte und der Flotte arbeitet. Zur aktuellen BPG-Flotte gehören die ‘Rhystärn’ (600 Pax) und die ‘Christoph Merian’ (500 Pax).
Darf das legendäre ‘Basler Dybli’ doch bleiben?
Besonders bemerkenswert: Obwohl das ikonische ‘Basler Dybli’ eigentlich Ende 2025 ausgemustert und verkauft werden sollte, prüft die neue Leitung aktiv, ob dem beliebten Schiff doch noch eine Zukunft in Basel ermöglicht werden kann.
Damit setzt United Waterways ein starkes Zeichen: Die Basler Personenschifffahrt soll nicht nur erhalten, sondern als moderne, nachhaltige und touristisch relevante Marke in die Zukunft geführt werden. (TI)








