
«Solidarität den US-Partnern gegenüber zeigen und USA Know-how an der VUSA Roadshow auffrischen!», lautet der Titel der Einladung vom 22. August 2025 sich für die Visit USA Roadshow anzumelden.
Heinz Zimmermann, Chairman des Visit USA Committee, will dies aber nicht als Hilferuf verstanden haben. Gegenüber TRAVEL INSIDE erklärt er: «Vielleicht hat es wie ein ‘Hilferuf’ ausgesehen, was es aber nicht sein sollte. Ich wollte vielmehr einfach thematisieren, dass das eine die teilweise für alle unverständlichen Entscheide der U.S. Administration sind und das andere der touristische Sektor ist.»
Im Interesse aller Parteien der Tourismusindustrie sollte die Aus- und Weiterbildung – Trends, Neuheiten und Entwicklungen – für die USA trotzdem nicht vernachlässigt werden, auch wenn die Nachfrage sicherlich im zweiten Halbjahr etwas gesunken sei, so Zimmermann.
Weiter ist Heinz Zimmermann der Meinung: «Es gibt – lässt man die Emotionen weg – durchaus auch gute rationale Gründe, die USA gerade jetzt zu besuchen; Bsp. die Preise der Leistungsträger sind teilweise gesunken und jeder im Tourismus arbeitende gibt alles, um zu beweisen, dass der Tourismus grösstenteils unabhängig der politischen Administration agiert. Diesen Willen spürt man förmlich bei der Gästebetreuung in den USA.»
Weniger Anmeldungen
Stand heute liegt die Zahl der Angemeldeten Teilnehmer*innen an der Visit USA Roadshow 2025 rund 20% unter derjenigen zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.
Heinz Zimmermann: «Gesamthaft werden es zirka 160-170 Teilnehmende sein, was nicht schlecht ist, aber eben hinter Vorjahr. Gründe dafür sind einerseits sicherlich auch im Trade der Verlust des Goodwills und der Sympathie gegenüber der Trump Administration, andererseits ist auch sehr unglücklich, dass wir in Lausanne weniger Leute haben, da der SRV just an diesem Abend auch einen Event für die gleiche Zielgruppe in Genf organisiert hat.»
Keine Änderung bei der Einreiseprozedur
Wie auch in der Einladung zur Visit USA Roadshow angekündigt, fand im Vorfeld, wie jedes Jahr, ein Meeting zwischen einem Vertreter des Ministerium für Homeland Security und Heinz Zimmermann statt.
In diesem Meeting bestätigte der Vertreter des Ministeriums, welches auch für Immigration zuständig ist, dass der Prozess bei der Immigration auch unter der Trump Administration nicht verändert wurde.
«Frequent Flyer für die USA konnten dieses Statement auch bestätigen. Nach wie vor belegen Zahlen, dass letztes Jahr mehr Leute abgewiesen wurden als 2025, nur wird aktuell jede Abweisung in den Medien thematisiert. Vieles basiert auf Emotionen und nicht Fakten. Dafür habe ich aber auch ein gewisses Verständnis», erklärt Heinz Zimmermann.
Das sind die Partner der diesjährigen Visit USA Roadshow
- Knecht Reisen
- Visit Orlando
- Florida’s Space Coast
- Fort Myers – Islands, Beaches and Neighbourhoods
- TAP Air Portugal
- Experience Scottsdale
- Visit St. Pete-Clearwater
- British Airways PLC Visit
- Florida Keys
- NCL-Norwegian Cruise Line
- Travelhouse & Tourisme Pour Pous (TPT) Lausanne
- Atlantic Joint Venture
- Brand USA
Zu viele Events?
Der September ist voll mit Events für die Reisebranche, was einen Einfluss auf die Anmeldungen für die Visit USA Roadshow haben kann. Aber auch andere Event Organisatoren kämpfen mit dem ‘Overkill’ an Anlässen, Roadshows, Workshops etc. im Monat September.
Keine Lust auf Amerika
Fakt ist aber auch, dass die Lust auf Reisen in die USA nachgelassen hat. Dies bestätigen Vertreter*innen von Tour Operator und Airlines. Zu bedenken gilt, dass viele der diesjährigen touristischen USA-Reisenden ihren Entscheid vor Trumps Wahl, vor dessen Amtsübernahme und sowieso vor dem Zollhammer getroffen haben.
Wie es sich mit dieser Entscheidungsfreudigkeit für nächstes Jahr verhält, bleibt abzuwarten. Natürlich wird immer in die USA gereist, aber es ist zu befürchten, was Airline Vertreter auch tun, dass der eigentliche Nachfrage Einbruch erst 2026 kommt. Es sei denn, Donald Trump verschafft sich mit einem für die Schweiz massiv besseren Zoll Deal und weniger erratischen Entscheidungen etwas Goodwill.
Sollte dies nicht eintreten, ist zudem fraglich, ob 2026 in der Schweizer wiederum zwei Visit USA Workshops durchgeführt werden können. (BRA)








