
Für viele Tourist*innen gehören Tieren zu Ferien dazu: bei Shows, auf Ausritten oder als Souvenirs. Für manche dieser Angebote werden jedoch Tiere ausgebeutet, wie die globale Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnt.
Tierschutz und Tourismus lassen sich vereinbaren, wenn genau hingeschaut wird, wie Sarah Bartels, Campaignerin bei Vier Pfoten Schweiz, betont. Wichtig sei eine gute Recherche der Anbieter im Voraus.
Zirkusse und Tiershows
Aufführungen mit Wildtieren – etwa in Zirkussen oder Delfinarien – wirken spektakulär, sind jedoch immer mit Tierleid verbunden und basieren auf Zwang, Isolation und unnatürlichen Haltungsbedingungen. Viele der Tiere entwickeln dadurch Verhaltensstörungen oder körperliche Schäden.
Reiten und Kutschenfahrten
Bei Ausritten auf Pferden, Kamelen und Eseln oder bei Kutschenfahrten steht das Tierwohl nicht immer im Vordergrund. Die Tiere leiden oft an Überlastung, Hitze, schlecht sitzender Ausrüstung sowie Stress durch Verkehr und Menschenmengen. Solche Angebote sollten daher immer kritisch hinterfragt werden.
Souvenirs aus tierischen Materialien
Auch Souvenirs können Tierleid fördern. Produkte aus Knochen, Zähnen, Fell, Federn oder Schildpatt stammen häufig aus illegalem Wildtierhandel. Selbst vermeintlich harmlose Mitbringsel wie Schmuck aus Korallen, eine Kette mit einem tierischen Zahn oder Federn von Tieren können bedrohte Arten gefährden oder grausame Praktiken unterstützen. Viele Reisende wissen zudem nicht, dass die Ein- und Ausfuhr solcher Produkte oft illegal ist und zu hohen Bussen führen kann.
Tierfreundliche Alternativen
Die beste Art, Tiere zu erleben, ist die Beobachtung in der freien Natur. Sei es bei einer Wanderung, auf Safari oder beim Tauchen und Schnorcheln. Dabei ist es wichtig, die Tiere nicht zu bedrängen, nicht zu füttern und nach einer gewissen Zeit wieder in Ruhe zu lassen.
Auch der Besuch in einem seriösen Schutzzentrum kann eine wertvolle Erfahrung sein. Echte Schutzzentren ermöglichen Tieren ein sicheres und möglichst naturnahes Leben. Sie bieten keinen direkten Kontakt mit den Tieren an, es wird nicht gezüchtet, die Tiere werden medizinisch versorgt und haben jederzeit die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.
«Leider gibt es auch viele unseriöse Einrichtungen, welche sich als Schutzzentrum ausgeben, da der Begriff nicht geschützt ist», sagt Sarah Bartels. Eine sorgfältige Recherche sei deshalb wichtig. (TI)








