
Nach Genf und Lausanne eröffnet Voyageurs du Monde nun in Zürich seinen dritten Schweizer Standort. Es handelt sich dabei um die erste Agentur in der Deutschschweiz.
Etwas ist anders: Die Filiale an der Löwenstrasse, unweit des Paradeplatzes gelegen, ist gross und übersichtlich. An den Wänden hängen Bücherregale und Souvenirs aus der ganzen Welt. Die Räumlichkeiten erinnern ein wenig an ein Wohnzimmer.
Besonders ins Auge sticht ein Bild eines alten Schiffes auf dem Nil. «Ein Originalschiff aus dem Jahr 1921 mit Originalmaschine», klärt Stefanie Roth, Direktorin der neuen Filiale in Zürich, auf. Bis Mai 2024 war sie als Head Special Groups Travelhouse bei Hotelplan tätig, seit Juni 2024 widmet sie sich nun voll und ganz dem Aufbau der neuen Voyageurs du Monde-Filiale in Zürich.
Erster nicht-französischsprachiger Standort in Zürich
Da die Filiale erst seit vier Wochen geöffnet hat, erhält sie derzeit tatkräftige Unterstützung von internen Kommunikations-, Marketing- und Development-Experten aus Filialen und Büros in Frankreich und der Romandie.
Voyageurs du Monde wurde 1979 in Frankreich gegründet, 1994 entstand die erste Agentur in Paris, wo sich auch der Hauptsitz befindet. Die Gruppe hat zwar Tochterunternehmen mit Marken in nicht französischsprechenden Ländern wie Grossbritannien oder den USA.
Zürich ist jedoch der der erste nicht-französischsprachige Standort der Marke Voyageurs du Monde. Da die Marke bereits seit 15 Jahren in der Romandie vertreten ist, sei Zürich ein natürlicher nächster Schritt gewesen.
«Das Konzept ist perfekt für die Schweizer Kundschaft geeignet»
Gemäss Stefanie Roth eignet sich das Konzept der Marke perfekt für die Schweizer Kundschaft und den Schweizer Markt. «Wir haben viele Kunden, die Wert auf einen hohen Service-Standard legen. Was uns von anderen unterscheidet, ist unsere umfassende Expertise», erklärt Stefanie Roth und demonstriert, was sie mit diesem Fachwissen meint: «Wir haben viele Leute in unserem Team, die in den Destinationen, die sie verkaufen, gelebt haben oder von diesen Destinationen kommen.» Die Mitarbeitenden von Voyageurs du Monde seien sehr ‘Multi-Kulti’ – ca. 35 unterschiedliche Nationalitäten sind vertreten.
Das älteste Dampfschiff auf dem Nil
Beim historischen Nil-Schiff, das an der Wand hängt, handelt es sich übrigens ums ‘Steam Ship Sudan’, das älteste Dampfschiff, das auf dem Nil verkehrt. Reisen auf diesem Schiff werden exklusiv an Kunden von Voyageurs du Monde verkauft. Auch ein weiteres, schmaleres Schiff auf dem Nil sowie fünf eigene Unterkünfte, sogenannte ‘Maisons’, in Südafrika, Brasilien und Marokko gehören zum Portfolio.
Mischung zwischen Sales und Tour Operating
Die Produkte von Voyageurs du Monde sind jeweils 100% massgeschneidert und werden exklusiv für die eigene Kundschaft entwickelt. Bei Hotels, Flügen, Tour Guides und Aktivitäten hat das Team seine eigene Selektion und es werde nicht mit jedem kooperiert. Die Reiseberater verkaufen zum einen die Reise, zum anderen organisieren sie die Reise des Kunden komplett selbst.
«Es ist also ein Mix zwischen Sales und Tour Operating», fasst Stefanie Roth zusammen. Voyageurs du Monde verkauft grundsätzlich Reisen weltweit, allerdings nehmen sie nur Aufträge in Länder an, bei welchem sie die nötige Expertise haben. Wenn nötig, wird intern an einen der ca. 300 Reiseberater aus anderen Standorten weitervermittelt.
Keine typischen Kataloge mit Hotels und Reisevorschlägen
«Wir haben nicht diese typischen Broschüren mit Hotels und Reisevorschlägen», erklärt Stefanie Roth. Die Kataloge, die nach und nach ins Deutsche übersetzt werden, bestehen vor allem aus ästhetischen und kunstvollen Bildern und erinnern mehr an Design- oder Hochglanzmagazine als an klassische Reisekataloge. «Die Kataloge sollen vor allem als Inspiration dienen», klärt Stefanie Roth auf.
Im Gespräch mit seiner zuständigen Reiseberaterin erzählt der Kunde von seinen Reisevorstellungen und seinen Vorlieben – etwa, ob er eher ein Frühaufsteher oder Langschläfer ist. Basierend auf den Vorstellungen des Kunden wird dann eine massgeschneiderte Reise zusammengestellt.
Auf der Homepage seien zwar ein paar konkrete Reiserouten angegeben, doch auch dies solle eher als Inspiration oder Anhaltspunkt dienen. Da die Reiseberater Experten auf ihrem Gebiet sind, geben sie gemäss Stefanie Roth auch Reisetipps abseits von klassischen Touristen-Hotspots. (AL)








