
Obwohl 92% der Fachleute aus der Reisebranche angeben, mit ihrem Job zufrieden zu sein, zeigt eine neue Studie von Ratehawk, dass viele von ihnen weiterhin mit grossen operativen Herausforderungen konfrontiert sind. Die grössten Hürden sind der intensive Wettbewerb, steigende Kundenerwartungen und der zeitaufwändige Prozess der manuellen Suche nach den besten Angeboten. Höhere Provisionen zu verdienen, ist ebenfalls eine wichtige Priorität.
Jede dritte Person sieht in der Technologie eine umfassende Lösung – dabei variieren die Erwartungen an Innovationen stark je nach Region, Generation und Unternehmensgrösse.
Ratehawk befragte über 1300 Fachleute aus der Reisebranche in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien und den Golfstaaten. Der Bericht hebt die wichtigsten demotivierenden Faktoren der Branche sowie die spezifischen Technologieanforderungen verschiedener Segmente der globalen Gemeinschaft von Fachleuten aus der Reisebranche hervor.
Hauptherausforderungen: Wettbewerb und manuelle Routinetätigkeiten
Ein Viertel der Expedienten weltweit nannte den intensiven Wettbewerb als ihre grösste Herausforderung, mit zunehmendem Druck in schnell wachsenden Märkten wie den Golfstaaten (49%) und Asien (30%).
Steigende Kundenerwartungen stellen eine weitere Herausforderung dar, wobei 24% der Expedienten weltweit Schwierigkeiten haben, mitzuhalten. In offenen Antworten äusserten viele Spezialisten ihren Frust darüber, dass Reisende Preise wie vor der Pandemie erwarten, was Budgets unrealistisch macht.
Die Aufrechterhaltung des gewünschten Einkommensniveaus ist die drittgrösste Herausforderung für Fachleute aus der Reisebranche, wobei 15% der Befragten weltweit dies als zentrales Anliegen angeben. Zusätzlich geben 33% an, dass höhere Provisionssätze die am meisten gewünschte Veränderung sind.
«Die Reisebranche ist bekannt für ihre niedrigen Margen und bei ständig steigenden Reisekosten ist jede Möglichkeit, zusätzliche Provisionen zu verdienen, entscheidend. Technologieplattformen können diese Flexibilität bieten, um die nachhaltige Entwicklung der Partner zu unterstützen. Zum Beispiel können unsere Nutzer ihre eigenen Provisionssätze sowie Treuepunkte und andere Prämien festlegen», sagt Astrid Kastberg, Geschäftsführerin von Ratehawk.
Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass die Suche nach wettbewerbsfähigen Reiseangeboten ihre zeitaufwändigste Aufgabe ist — ein Wert, der insbesondere in den Golfstaaten (52%) und Asien (49%) hoch ist, aber auch in Europa (40%), Lateinamerika (44%) und Nordamerika (39%) erheblich ist. Weitere zeitaufwändige Aufgaben umfassen die Bearbeitung von Buchungsänderungen (17%) und wiederholende administrative Tätigkeiten (16%).
«Die richtige Auswahl in einem so komplexen und fragmentierten Markt zu finden, ist eine echte Herausforderung. Deshalb erweitern wir ständig unser Angebot und führen fortschrittliche Filter ein, um die Arbeit der Reisevermittler zu erleichtern. Täglich verarbeiten wir bis zu 10 Milliarden Hotelpreise und nutzen KI für intelligente Such- und Preisabgleiche, personalisierte Empfehlungen, die automatisierte Übersetzung von Millionen von Hotelbeschreibungen und sogar Pre-Checks mit KI-Bots, um potenzielle Probleme zu vermeiden. Diese Technologien helfen Reisevermittlern, ihrer Kundschaft zuverlässigere und wettbewerbsfähigere Möglichkeiten anzubieten», so Astrid Kastberg.
Technologie und KI entscheidend für Veränderungen
Trotz des sehr konservativen Rufs der Branche zeigen Fachleute aus der Touristik ein zunehmendes Interesse an der Einführung von Technologie. Fast ein Drittel der Befragten (29%) gibt an, dass ein besserer Zugang zu Technologie für tägliche Aufgaben die bedeutendste Veränderung in ihrem Job wäre.
Gleichzeitig fällt es vielen Reisevermittlern immer noch schwer, mitzuhalten — 19% gaben an, dass sie Schwierigkeiten haben, die neuesten Tools zu nutzen. Diese Herausforderung ist besonders in Asien zu sehen, wo fast ein Viertel der Reisevermittler sie als ihr Hauptanliegen nennt. Es ist auch ein bedeutendes Problem in Latein- und Nordamerika.
«Fachleute aus der Reisebranche sind der Meinung, dass smarte Tools ihnen helfen können, administrative Tätigkeiten und andere zeitaufwändige Aufgaben effizienter zu bewältigen. In einem sich schnell verändernden Markt können Innovationen ihnen helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben und ihrer Kundschaft mehr Wert zu bieten, weshalb die Unterstützung von Reisevermittlern bei der Einführung von Technologie so wichtig ist», erklärt die Geschäftsführerin.
Zu den am meisten gewünschten Technologien zählen Automatisierungstools, die von der Hälfte der Befragten bevorzugt werden, wie neue Online-Buchungslösungen, CRM- sowie Mid-/Back-Office-Systeme. Bemerkenswert ist, dass etwa ein Drittel der Expedienten Interesse an verbesserten mobilen Buchungsmöglichkeiten (33%) zeigt.
«Die Umfrageergebnisse korrelieren stark mit unseren internen Daten: Die App von Ratehawk, die ursprünglich als Reaktion auf die schnelle digitale Transformation während der Pandemie entwickelt wurde, passt perfekt zur heutigen Marktrealität. Wir verzeichnen weiterhin ein stetiges Wachstum bei den monatlich aktiven Nutzern, wobei sich die Zahlen im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 verdoppelt haben. Da neue Generationen in die Reisebranche eintreten, wird die Nachfrage nach mobilen Tools schnell zur neuen Norm. Tatsächlich suchen 40% der Berufseinsteiger nach mobilen Lösungen, verglichen mit 28% bei erfahreneren Vertretern der Branche — ein klares Zeichen dafür, dass digitale Annehmlichkeiten für die Arbeitskräfte von morgen Priorität haben», so Astrid Kastberg.
Als Reaktion auf die sich ändernden Kundenpräferenzen und den Personalisierungstrend zeigen Fachleute aus der Reisebranche auch grosses Interesse an fortschrittlichen Analytik- und KI-Tools (jeweils 34% für beide Lösungen).
Das Interesse an Technologie-Lösungen variiert auch je nach Unternehmensgrösse: Nur 33% der Fachkräfte in Teams von 2–5 Personen betrachten KI-Personalisierung als eine gewünschte Implementierung, verglichen mit 55% in Unternehmen mit 101–500 Mitarbeitern. Kleine Unternehmen entscheiden sich für die Automatisierung von Routinetätigkeiten (48%) und mobilen Tools (32%).
«Es ist ermutigend, dass Expedienten Innovationen eher als positive Kraft statt als Bedrohung sehen», erklärt Astrid Kastberg abschliessend. «Da Technologie unsere Branche transformiert, werden die Reisevermittler von morgen eine Mischung aus Kundenservice-Kompetenzen, Datenkompetenz und technischer Expertise benötigen. Es ist eine spannende Zeit für die Branche und mit den richtigen digitalen Lösungen können Fachleute aus der Reisebranche in den kommenden Jahren noch mehr Möglichkeiten erschliessen.» (TI)








