Wie beeinflusst die Schweizer Reisezuversicht das Reisebudget?

Laut einer Allianz Partners Studie ist die Reisezuversicht für den Sommer 2023 bei Schweizern auf einem Rekordhoch – über 80% planen eine Reise.
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Was in Tourismuseinrichtungen bemerkbar ist, zeigt auch die Allianz Partners Studie zur Reisezuversicht deutlich. Schweizer*innen wollen verreisen. Über 9400 Personen, darunter 1050 Personen aus der Schweiz wurden umfassend befragt. Die Schweiz ist gleich zweimal ganz oben auf dem Podest zu finden.

Mehr als 8 von 10 Schweizer sind zuversichtlich oder sehr zuversichtlich, in den Sommerferien zu verreisen. Die Schweiz ist nicht nur die optimistischste Nation in Europa – sie hat auch die grösste Entwicklung seit dem letzten Jahr durchlebt. Die Reisezuversicht in der Schweiz ist um 8% gestiegen – mehr als bei sämtlichen anderen europäischen Nationen.

Nicht überraschend zieht es die meisten Schweizerinnen und Schweizer dieses Jahr erneut ins Ausland. Aber auch Reisen innerhalb der Schweiz sind derzeit hoch im Kurs. 46% möchten diesen Sommer Reisen im Inland erleben.

Verglichen mit 2022 hat sich noch ein weiterer Wert stark verändert. Trotz des anhaltenden Drucks auf die Lebenshaltungskosten und der hartnäckig hohen Inflation: Das Reisebudget in der Schweiz hat sich um über CHF 500 auf durchschnittlich CHF 2719 erhöht. Auf der anderen Seite der Statistik steht Österreich, wo das Reisebudget sogar verringert wurde. Österreich ist das einzige Land, in dem das Reisebudget gesunken ist.

Schwerer auf dem Magen liegen den Schweizer*innen die schockierenden Bilder von Naturkatastrophen der letzten Jahre. Diese sind in Erinnerung geblieben und beeinflussen die Wahl nach dem Reiseziel. Darunter die Überschwemmungen in Norditalien und Grossbrände im Jahr 2022. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie solche Risiken bei der Wahl ihres Ferienziels berücksichtigen. In der Schweiz sind es gar 62 % der Befragten.

Das grosse Bedürfnis nach Sicherheit auf der einen, Abenteuerlust auf der anderen Seite: Rund 43% der Befragten halten sich für abenteuerlustiger als noch vor fünf Jahren. 7 von 10 Personen äusserten den Wunsch, in den Ferien etwas Neues und Anderes ausprobieren zu wollen. Nach wie vor bleibt bei den meisten aber die Entspannung klar im Fokus. Über alle 9 Befragten Nationen hinweg ist die Entspannung der Hauptgrund für die Sommerferien.

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Olaf Nink, Allianz. ©zVg/màd

Olaf Nink, Chief Executive Officer von Allianz Partners Schweiz: «Nach doch sehr schwierigen Zeiten für die Touristik, sind wir erfreut, dass die Nachfrage nach Sommerferien auf ein Rekordhoch zusteuert – trotz dem deutlich tieferen Griff in die Tasche der notwendig geworden ist. Die gestiegene Zuversicht und die Lust der Bevölkerung nach Ferien freut uns als Reiseversicherer auch für unsere Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten Reisebranche! Wir wünschen den Schweizerinnen und Schweizer sichere und erholsame Sommerferien.» (TI)