«Wir bedauern, Ihre Abreise stornieren zu müssen»

Warum die Nordeuropa-Saisoneröffnung der MSC Euribia ins Wasser fällt.
Die MSC Euribia ©MSC

Mit fortlaufender Dauer der gesperrten Strasse von Hormus ist nun für die Schweizer Reederei das eingetreten, was zu befürchten war: MSC Cruises hat die Eröffnung ihrer Nordeuropa-Saison 2026 mit der MSC Euribia kurzfristig absagen müssen. Betroffen ist (vorerst) die ursprünglich für den 2. Mai ab Kiel geplante siebentägige Fjordroute.

Hintergrund der Streichung ist die weiterhin angespannte Lage im Nahen Osten. Das LNG-betriebene Schiff befindet sich seit Ende Februar in Dubai und konnte die Region nicht planmässig verlassen.

Wie das Portal Cruise Industry News vermeldet, erklärt die Reederei in einem Schreiben an die betroffenen Gäste wörtlich: «Die MSC Euribia konnte die Region nicht wie geplant verlassen – folglich hat sich ihre Verlegung nach Nordeuropa verzögert.»

In der Folge sieht sich MSC gezwungen, die Reise zu annullieren: «Daher wird das Schiff nicht in der Lage sein, die erste Kreuzfahrt der Saison durchzuführen, und wir bedauern, Ihre Abreise stornieren zu müssen.» Die Route hätte ab Kiel respektive Kopenhagen zu den norwegischen Häfen Flåm, Hellesylt und Ålesund geführt.

MSC Cruises kann nichts dafür

Die Reederei zeigt Verständnis für die Situation der Gäste und betont: «Wir verstehen, wie enttäuschend diese Nachricht sein kann, insbesondere angesichts der Zeit und der Begeisterung, die Sie in die Planung Ihres Urlaubs gesteckt haben.»

Gleichzeitig stellt das Unternehmen klar: «Bitte glauben Sie uns, dass diese Stornierung eine direkte Folge der Verspätung des Schiffes ist und keine willkürliche Entscheidung, die erst nach Prüfung aller möglichen Alternativen getroffen wurde.»

Für betroffene Kunden bietet MSC mehrere Optionen an. Dazu gehört eine kostenfreie Umbuchung auf eine alternative Kreuzfahrt bis zum 30. November 2026.

«Bei gleicher Reisedauer und Unterbringung garantieren wir Ihnen zudem den günstigsten Preis zwischen der ursprünglichen Buchung und der neuen», so die Reederei. Zusätzlich wird ein nicht rückerstattbares Bordguthaben von bis zu 200 Euro pro Person gewährt.

Alternativ können Gäste auch eine spätere Abfahrt nach dem 1. Dezember 2026 wählen, wobei bereits geleistete Zahlungen angerechnet werden. Ebenfalls möglich ist eine vollständige kostenfreie Stornierung mit Rückerstattung.

Die kurzfristige Absage unterstreicht einmal mehr die operativen Herausforderungen, mit denen Reedereien angesichts geopolitischer Entwicklungen konfrontiert sind – selbst – oder gerade bei langfristig geplanten Positionierungen von Schiffen zwischen den Fahrtgebieten.

Lesen Sie dazu auch das aktuelle Cruise-Update von Kreuzfahrt-Profi Beat Eichenberger exklusiv im TRAVEL INSIDE. (TI)