Wohin reisen Schweizer Reisende diesen Sommer?

Eine aktuelle Analyse zeigt, wo Schweizer Reisende 2026 ihre Ferien verbringen.
Lugano ©Antonio Sessa / Unsplash

Die Nachfrage nach Ferien im eigenen Land bleibt hoch: Für den Sommer 2026 steht die Schweiz bei Schweizer Reisenden an erster Stelle der meistgesuchten Destinationen. Damit liegt sie im Länderranking vor Italien und Spanien, obwohl das Preisniveau im Inland deutlich höher ist.

Das zeigt eine aktuelle Preisanalyse des Ferienhaus-Portals Holidu, die sowohl Suchanfragen als auch Durchschnittspreise für Ferienunterkünfte im Zeitraum Juli bis August 2026 berücksichtigt.

Spanien bleibt stärkstes Auslandsziel

Im internationalen Vergleich dominiert Spanien das Ranking der beliebtesten Ferienregionen. Insgesamt 13 spanische Destinationen finden sich unter den Top 30 – mehr als in jedem anderen Land. Angeführt wird die Liste von Málaga mit durchschnittlichen Übernachtungskosten von CHF 212.

Weitere stark nachgefragte Orte sind unter anderem Alcúdia auf Mallorca, Marbella sowie Barcelona. Auffällig ist dabei die grosse Preisspanne: Während Alcúdia mit rund CHF 391 pro Nacht zu den teuersten Destinationen zählt, bieten Regionen an der Costa Blanca oder der katalanischen Küste günstigere Alternativen.

Auch Italien bleibt ein wichtiger Markt für Schweizer Gäste. Lido di Jesolo und San Teodoro auf Sardinien zählen zu den meistgesuchten Destinationen.

Die Schweiz auf Platz 1 der beliebtesten Ferienländer 

Im Länderranking nach Suchanfragen liegt die Schweiz liegt auf Platz 1. Trotz eines breiten Angebots an günstigeren Mittelmeer-Destinationen zieht es Schweizer Feriengäste im Sommer also am häufigsten ins eigene Land. 

Innerhalb der Schweiz sticht insbesondere das Tessin hervor. Mit Lugano (Platz 4), Locarno (Platz 9) und Ascona (Platz 11) befinden sich gleich drei Destinationen unter den Top 12.

Die Region profitiert vom mediterranen Flair und ihrer guten Erreichbarkeit. Weitere Schweizer Destinationen in den Top 30 sind Adelboden und Scuol, womit sowohl alpine als auch südliche Angebote vertreten sind.

Deutliche Preisunterschiede

Die Analyse zeigt erhebliche Unterschiede bei den Unterkunftspreisen. Während günstige Destinationen wie Lecce bereits ab CHF 137 pro Nacht verfügbar sind, erreichen Ferienunterkünfte auf den Balearen Preise von knapp CHF 400.

Im Ländervergleich ist die Schweiz mit durchschnittlich CHF 231 pro Nacht die teuerste Destination unter den Top 5, gefolgt von den Niederlanden (CHF 202), Spanien (CHF 186) und Italien (CHF 166).

Trotz dieser Preisunterschiede bleibt die Nachfrage nach Inlandsferien hoch. Gründe dafür sind unter anderem die kurze Anreise, die landschaftliche Vielfalt sowie das hohe Qualitätsniveau des touristischen Angebots. (TI)