Zypern: Mehrheit der Hotels ohne Lizenz

Eine unabhängige Prüfinstitution stellt grundlegende Mängel fest.
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Ein im Juli 2026 publizierter Bericht des Rechnungsprüfungsamts in Zypern stellt gravierende Mängel in der Besuchersicherheit fest.

Laut der Untersuchung sind nur 23% der Hotels und touristischen Beherbergungsbetriebe in Zypern vollständig lizenziert. Weitere 22% verfügen über eine vorläufige Genehmigung. Mit 55% sind über die Hälfte der Betriebe ohne Lizenz in Betrieb.

Besonders bemerkenswert ist der Bezirk Famagusta: Obwohl dort mit 241 Unterkünften die meisten Beherbergungsbetriebe vorhanden sind, verfügen lediglich 24 Betriebe über eine vollständige Lizenz, was einem Anteil von 9,9% entspricht.

Schwächen in Verwaltung und Aufsicht

Das Rechnungsprüfungsamt stellt Mängel in der Umsetzung der geltenden Regeln fest. Es wurden zudem Schwächen festgestellt, die die Wirksamkeit der Verwaltung beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem:

  • Mängel bei den Kontrollmechanismen,
  • eine unzureichende Nutzung von Informationssystemen
  • eine mangelhafte Interoperabilität
  • Defizite bei der internen Kontrolle.

Die mangelnde Durchsetzung der gesetzlichen Vorschriften fördert die Nichteinhaltung der Regeln und erhält ungleiche Wettbewerbsbedingungen zulasten der gesetzestreuen Unternehmen aufrecht, hält der Untersuchungsbericht fest. Zudem entsteht ein Präzedenzfall für die wiederholte Gewährung von Fristverlängerungen, ohne dass dadurch ein tatsächliches Ergebnis erzielt wird.

«Gleichzeitig sollten die Hinweise der Hotelbetreiber, dass die Verfahren komplex und zeitaufwendig sind und es an einer einheitlichen zentralen Koordinierung fehlt, zumindest Anlass zur Besorgnis geben», steht es im Untersuchungsbericht.

Effizienz beim Einsatz öffentlicher Mittel und Förderprogramme

Darüber hinaus wurden Schwächen bei der Planung und Überwachung von Förderprogrammen festgestellt sowie das Fehlen ausreichender und messbarer Leistungsindikatoren. Dadurch wird die Möglichkeit eingeschränkt, die Wirksamkeit der öffentlichen Mittel, die zur Unterstützung und Modernisierung des Tourismussektors eingesetzt werden, fundiert zu bewerten. (TI)