
Die Stiftung Blindekuh mit ihren Dunkelrestaurants in Basel und Zürich hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Nettoerlös von CHF 3’264’487 konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Gleichzeitig erwirtschaftete die gemeinnützige Organisation einen kleinen Betriebsgewinn.
Stiftungspräsidentin Christina Fasser betont die Herausforderungen eines eigenwirtschaftlich geführten Inklusionsbetriebs: «Wir haben einmal mehr realisiert, wie anspruchsvoll es ist, einen Betrieb, der konkrete Inklusion im Arbeitsmarkt ermöglicht, eigenwirtschaftlich zu führen.»
Unterschiedliche Entwicklung an den Standorten
Während der Standort Basel von steigenden Besucherzahlen profitierte, verzeichnete Zürich einen Rückgang. In Basel besuchten 6991 Gäste das Dunkelrestaurant, zudem nahmen über 10’700 Personen an Veranstaltungen in der Halle 7 teil. In Zürich lag die Gästezahl bei 18’842, was unter dem Vorjahresniveau liegt. Positiv entwickelte sich hingegen das Interesse von Schulklassen, die vermehrt an Sinnesparcours und gastronomischen Angeboten teilnahmen.
Die personelle Situation blieb stabil: Insgesamt beschäftigte die Stiftung an beiden Standorten 67 Mitarbeitende, darunter zahlreiche blinde und sehbehinderte Personen. Damit bleibt Blindekuh eine bedeutende Arbeitgeberin für Menschen mit Sehbeeinträchtigung in der Schweiz.
Neuausrichtung in der Organisation
2025 stand zudem im Zeichen eines personellen Neustarts. Mit Monika Janicka in Zürich und Andreas Siemer in Basel haben neue Gastgeberteams unter der Gesamtleitung von Johannes Tschopp das Ruder übernommen. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden entwickeln die erfahrenen Gastronomen neue Formate, die die bewährten Konzepte ergänzen.
Neue Formate und Events im Jahr 2026
Für das laufende Jahr plant die Stiftung eine Reihe von Aktivitäten, die sowohl im Event- als auch im MICE-Bereich relevant sind. Dazu gehören unter anderem ein Sinnesparcours am Streetfoodfestival Zürich sowie weitere Einsätze bei Veranstaltungen wie dem Seefeldfest.
Ein besonderes Highlight ist «Blindekuh goes Arosa»: Im August 2026 werden zwei Charity-Dinner durchgeführt, bei denen das Restaurantkonzept temporär im Hotel Prätschli umgesetzt wird. Diese Art von Pop-up-Event unterstreicht das Potenzial der Blindekuh auch für externe Veranstaltungsformate.
Weitere Programmpunkte sind Dinner-Events mit prominenten Gästen wie dem ehemaligen Eishockeytrainer Jeff Tomlinson, ein «Kitchen Battle» sowie die Ausweitung der beliebten Citywalks auf den Standort Basel. Ergänzt wird das Angebot durch einen Charity-Anlass in der Halle 7.
Gesellschaftlicher Auftrag bleibt zentral
Neben wirtschaftlichen Zielen verfolgt die Stiftung weiterhin ihren gesellschaftlichen Auftrag: den Dialog zwischen sehenden und nichtsehenden Menschen zu fördern und Arbeitsplätze für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu schaffen.
Für die langfristige Stabilität sieht die Stiftung insbesondere im Fundraising und in der strategischen Weiterentwicklung der Organisation zentrale Erfolgsfaktoren. (MICE-tip)



