Die Grindellodge bringt Japanisches Flair nach Grindelwald

Ende Januar 2025 hat in Grindelwald ein neues Bed & Breakfast eröffnet – die von den Bergsteigern aus Japan inspirierte «Grindellodge».
Die Grindellodge bringt Japanisches Flair nach Grindelwald ©Grindellodge

Seit Ende Januar 2025 begrüsst die Grindellodge Gäste. Mit zwanzig Zimmern und einem japanischen Restaurant ergänzt das Bed & Breakfast-Haus das The Glacier-Portfolio.

Das Hospitality-Konzept von Justine und Jan Pyott wächst weiter. An der Adresse des ehemaligen Hotels Lauberhorn ist die Grindellodge entstanden, die mit sanfter Sakura-Eleganz die Geschichten zahlreicher japanischer Bergsteiger erzählt.

Yuko Maki, der 1921 die Erstbesteigung des Mittellegi-Grats am Eiger gelang, Prinz Chichibu, der in den 1920er-Jahren viele Berge in der Region bestieg, und die Japaner, die 1969 die Direttissima durch die Eigernordwand meisterten, prägen das Konzept der Grindellodge, erklärt das Betreiberpaar. Als weitere Hommage an Japan findet auch Matsumoto, die Schwesterstadt von Grindelwald, ihren Platz in der Grindellodge.

Diese Verbindung aus Tradition, Eleganz und japanischer Inspiration spiegelt sich auch in den Zimmern wider. Die Yama-Zimmer, -Suiten und ein Loft für vier Personen bieten einen spektakulären Blick auf die Eigernordwand – denn Yama bedeutet auf Japanisch Berg.

Weitere Doppelzimmer, wahlweise mit oder ohne Balkon, ergänzen das Angebot der insgesamt 20 Unterkünfte. Sie richten sich an verschiedene Zielgruppen, vom Single Traveller bis hin zur Familie.

Allen Zimmern gemein sind die Kingsize-Betten, Klimageräte, LCD-Fernseher, Nespresso-Maschinen und Rituals-Pflegeprodukte. Zarte Rosa- und Weisstöne sollen eine angenehme Leichtigkeit in den lichtdurchfluteten Räumen kreieren, so die Pyotts.

Das Hotelierpaar aus Grindelwald überwachte fünf Monate lang die Renovierung und legte dabei grossen Wert auf die kleinen, feinen Details.

Erstes japanisches Restaurant in Grindelwald
©Grindellodge

Auch im Erdgeschoss der Grindellodge, aber als eigenständiger Betrieb, herrscht japanische Stimmung. Das Restaurant Umami, das zeitgleich mit dem Hotel eröffnet hat, wird vom Tokioter Koch Shota Hasegawa geführt.

Sein «Japanese Ramen & Sushi»-Menü bietet Nudelsuppen und frisches Sushi, Donburi-Reisschalen und krosse Tempura. Als erstes japanisches Restaurant in Grindelwald ist das Umami sowohl Hotelgästen als auch externen Besuchern zugänglich.

Boutique-Hotel mit preisgekrönter Küche in Gehweite

Im Jahr 2017 begannen die Pyotts ihre Mission als Hoteliers in Grindelwald. Zunächst bauten sie das ursprünglich 1864 gegründete Hotel Glacier um und erweiterten es mit zusätzlichen Zimmern, einem Spa und einem Weinkeller.

Als Boutique-Hotel & Restaurant im Chaletstil heisst es seitdem Touristen von nah und fern willkommen. Im Jahr 2024 errang das Hotel einen Michelin-Schlüssel, im Fine-Dining-Restaurant sind 16 Gault-Millau-Punkte sowie eine Goldmedaille des Vinum Magazins für die Weinkarte prämiert.

Ausserdem tragen die Ferienwohnungen Grindelhomes dem zunehmenden Bedürfnis nach unabhängiger Selbstversorgung Rechnung, erklären die Hoteliers. Die Apartments befinden sich an bester Lage mit Eiger-Blick. Sie bieten viel Platz, Privatsphäre, doch auf Wunsch auch Concierge und privaten Chef-Service.

Nachhaltiges Hotelprojekt in Arbeit

Das ehemalige Hotel Alfa sei «work in progress», so die Pyotts. Hier entsteht am Dorfeingang das Grindelhuus – gleich am Terminal der V-Bahn zur Station Eigergletscher oder weiter zum Jungfraujoch, dem höchstgelegenen Bahnhof Europas.

Das geplante Grindelhuus sei ebenfalls ein zukunftsgerichtetes Projekt, das nicht nur auf überzeugendes Interior-Design, sondern mit eigener Solaranlage auch auf nachhaltige Energieträger zurückgreift. (MICE-tip)