Gstaad zieht positive Sommerbilanz

Hotellogiernächte und Besucherfrequenzen bleiben hoch.
Die Ferienregion Gstaad blickt auf einen starken Bergsommer 2026 zurück ©Gstaad / Melanie Uhkötter

Die Hotellogiernächte in der Ferienregion Gstaad bewegten sich im Sommer 2026 weiterhin auf hohem Niveau. Rund 70% entfielen auf Gäste aus der Schweiz. Gleichzeitig meldeten zahlreiche Leistungspartner höhere Besucherfrequenzen als im Vorjahr. Dies deutet laut Gstaad Saanenland Tourismus unter anderem auf eine stärkere Bedeutung von Tagesgästen sowie Gästen in Chalets und Ferienwohnungen hin.

Auch die Nachfrage aus Europa und Nordamerika trug zur Entwicklung bei. Internationale Unsicherheiten waren bei einzelnen Leistungspartnern insbesondere zu Beginn der Saison in gewissen asiatischen Märkten spürbar.

Bergbahnen mit stabiler Nachfrage

Die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) erreichten von Mai bis August Frequenzen auf Vorjahresniveau. Nach einem wetterbedingt verhaltenen Saisonstart sorgte insbesondere der Juli für einen Aufschwung. Auch am Wasserngrat machte sich der Magic Pass positiv bemerkbar.

Glacier 3000 verzeichnete dagegen einen Gästerückgang von 12%, zieht aber dennoch eine positive Sommerbilanz. Die Nachfrage aus Nordamerika und der Schweiz sowie die Ganzjahresangebote hätten zur Entwicklung beigetragen.

Veranstaltungen sorgen für Frequenz

Zusätzliche Besuchende brachten die grossen Sommerveranstaltungen in die Region. Beim Swatch Beach Pro Gstaad waren über fünf Turniertage 77% der Plätze auf dem Center Court ausgelastet. Das EFG Swiss Open Gstaad steigerte seinen Ticketverkauf gegenüber dem Vorjahr um 15% und verzeichnete vier ausverkaufte Turniertage. Rund 90% des Publikums stammten aus der Schweiz.

Das Menuhin Festival Gstaad zählte in seiner ersten Saison unter Intendant Daniel Hope während 52 Festivaltagen und mehr als 100 Konzerten und Veranstaltungen knapp 27’000 Besuchende. Auch der Hublot Polo Gold Cup Gstaad gehörte zum Veranstaltungssommer der Destination. Den traditionellen Abschluss des Bergsommers bildet die Züglete mit den traditionellen Alp-Abzügen sowie das Country Music Festival.

Nachfrage gezielter verteilen

Mit den hohen Frequenzen rücken für die Destination zugleich Themen wie Verkehrsplanung, Besucherlenkung und Infrastruktur stärker in den Fokus. Insbesondere Spitzen an einzelnen Orten und Tagen sollen künftig besser verteilt werden.

«Es geht darum, Potenziale gezielt zu nutzen, ohne die besonders stark nachgefragten Wochen zusätzlich zu belasten», erklärt Tourismusdirektor Flurin Riedi.

Die weitere Entwicklung des Sommertourismus soll deshalb nicht allein an steigenden Besucherzahlen gemessen werden. Gemäss der Tourismusstrategie stehen eine höhere Wertschöpfung, die bessere zeitliche und räumliche Verteilung der Nachfrage sowie die Stärkung der Randzeiten im Zentrum. Gleichzeitig sollen die ruhigeren Monate April und November als solche erhalten bleiben und die Qualitäten der Region langfristig gesichert werden. (MICE-tip)