Hermitage Luzern entwickelt Areal weiter

Kombination aus Hotelbetrieb, Gastronomie und ergänzender Wohnnutzung.
©Hermitage Lake Lucerne AG

Die Hermitage Lake Lucerne AG hat die Weichen für die Weiterentwicklung ihres Areals in Luzern gestellt. Das Projekt wurde vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen und verbindet architektonische Qualität mit ökologischer Verantwortung.

Der aktuelle Plan basiert auf einer umfassenden Überarbeitung eines erstmals 2022 vorgestellten Projekts. Nach Einsprachen und in Abstimmung mit Fachstellen wurde das ursprüngliche Konzept grundlegend angepasst. Statt zwei grossen Baukörpern sind nun sechs kleinere Volumen vorgesehen, die sich besser in die Landschaft einfügen.

In einem mehrjährigen Prozess wurde die Planung gemeinsam mit Behörden, Fachplanern und weiteren Anspruchsgruppen weiterentwickelt. Ziel ist ein kohärentes Gesamtbild, das die historisch gewachsene Anlage stärkt und gleichzeitig Raum für neue Nutzungen schafft. Die bestehenden Hotelgebäude sollen aufgestockt und modernisiert werden, ergänzt durch neue Baukörper, die sich am lokalen Kontext orientieren.

©Hermitage Lake Lucerne AG
Neue Parklandschaft und Naturzonen

Ein zentrales Element des Projekts ist die Aufwertung der Aussenräume. Geplant ist eine zusammenhängende Parklandschaft mit unterschiedlichen Aufenthalts- und Naturzonen. Neue Wege verbessern die Verbindung zwischen Strasse und See, während bestehende Bereiche wie die historische Badeanlage öffentlich zugänglich bleiben. Gleichzeitig sollen gezielte Massnahmen die Biodiversität fördern und das Mikroklima verbessern.

Nachhaltigkeit bildet ein zentrales Leitprinzip der Entwicklung. Neben energieeffizienten Bauweisen sind unter anderem Dachbegrünungen, standortgerechte Bepflanzungen sowie die Reduktion versiegelter Flächen vorgesehen. Parkplätze werden grösstenteils unterirdisch angeordnet, um den Grünraum zu erweitern.

©Hermitage Lake Lucerne AG
Ein Mehrgenerationenprojekt

Auch wirtschaftlich verfolgt das Projekt eine langfristige Strategie. Rund zwei Drittel des knapp 20’000 Quadratmeter grossen Areals verbleiben in der Tourismuszone, ergänzt durch eine begrenzte Wohnnutzung. Das Hotelangebot soll moderat von rund 90 auf etwa 100 Zimmer erweitert werden. Die breitere Nutzung soll die Abhängigkeit vom Tourismus reduzieren und die wirtschaftliche Stabilität stärken.

Die Umsetzung ist als mehrstufiger Prozess angelegt und wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Nach Abschluss der Einsprachefrist wird zunächst eine mehrjährige Bereinigungsphase erwartet. Erste Realisierungsschritte sind frühestens Anfang des nächsten Jahrzehnts vorgesehen. Die Arealentwicklung ist somit als Mehrgenerationenprojekt zur nachhaltigen Sicherung des Standorts angelegt. (MICE-tip)