
In der am Mittwoch, 13. August 2025, eröffneten Vernehmlassung zum reduzierten MWST Satz für Beherbergungsleistungen schlägt der Bundesrat vor, diesen um acht Jahre bis am 31. Dezember 2035 zu verlängern.
Hotellerie Suisse begrüsst, dass die Vernehmlassung bereits eröffnet wurde, damit eine lückenlose Fortsetzung gewährleistet werden kann. Acht Jahre bieten jedoch laut dem Branchenverband zu wenig Planungssicherheit.
Der reduzierte Satz von 3,8 % sei zentral für die Wettbewerbsfähigkeit eines exportorientierten, aber standortgebundenen Sektors und sollte deshalb dauerhaft verankert werden, betont Hotellerie Suisse.
Die aktuellen geopolitischen Spannungen zeigen eindrücklich, wie rasch sich Rahmenbedingungen verändern können. Der Tourismus sei als stark konjunktur- und wechselkursabhängiger Markt für solche Schwankungen besonders anfällig. Währungsturbulenzen wirken sich unmittelbar auf das Buchungsverhalten internationaler Gäste aus. Gleichzeitig erbringt der Tourismus als exportorientierter, aber standortgebundener Sektor sämtliche Leistungen in der Schweiz – ohne die Möglichkeit, Kosten ins Ausland verlagern zu können.

«Der reduzierte MWST-Satz trägt diesen konstanten Marktbedingungen Rechnung. Daher ist es an der Zeit, ihn dauerhaft zu verankern und nicht erneut befristet zu verlängern», sagt Christian Hürlimann, Direktor von Hotellerie Suisse.
Planungssicherheit und stabile Rahmenbedingungen
Die Beherbergungsbranche benötigt laut Hotellerie Suisse stabile und langfristige Rahmenbedingungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Betrieben Planungssicherheit für längerfristige Investitionen zu geben.
«Eine erneute Befristung bedeutet, dass in wenigen Jahren erneut wirtschaftliche Unsicherheit droht», erläutert Christian Hürlimann und ergänzt: «ein Risiko, das angesichts langfristiger Herausforderungen wie steigenden Kosten, Fachkräftemangel und Anpassungen an den Klimawandel nicht eingegangen werden sollte.»
Reduzierter Satz als Notwendigkeit
Der reduzierte MWST-Satz von 3,8% sei für den Tourismusstandort Schweiz keine Sonderbehandlung, sondern ein zentrales Element, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Zahlreiche touristische Regionen – insbesondere in den Berggebieten – sind in hohem Masse von der Wertschöpfung durch den Tourismus abhängig.
Es ist laut dem Branchenverband daher Zeit, dass der Bundesrat den Mut aufbringt, den reduzierten Satz zu verstetigen. Nur so könne langfristig sichergestellt werden, dass die Beherbergungsbranche auch in Zukunft einen starken Beitrag zur Schweizer Wirtschaft leistet. (MICE-tip)



