Hotelleriesuisse definiert politische Schlüsselthemen für 2026

Diese Schwerpunkte sind 2026 für die Schweizer Beherbergungsbranche richtungsweisend.
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Im Fokus stehen die Revision des SGH-Gesetzes, die Zukunft des Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen, die Regulierung von Online-Buchungsplattformen sowie die Europapolitik. Ziel sei es, verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Schweizer Hotellerie zu sichern, so der Verband.

SGH-Revision: Förderung zeitgemäss ausrichten

Hotelleriesuisse begrüsst die Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung der Beherbergungswirtschaft (SGH), fordert jedoch die vollständige Umsetzung bereits beschlossener parlamentarischer Aufträge. Dazu zählen insbesondere die Gleichbehandlung von städtischen und alpinen Betrieben sowie ein Impulsprogramm für energetische Sanierungen in Bergregionen. Damit soll die Förderung gesamtschweizerisch und zukunftsorientiert ausgestaltet werden.

MWST-Beherbergungssatz langfristig sichern

Ein zentrales Anliegen bleibt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen. Hotelleriesuisse unterstützt die geplante Verlängerung über 2027 hinaus, fordert jedoch eine unbefristete gesetzliche Verankerung. Nur so lasse sich die nötige Planungs- und Investitionssicherheit gewährleisten und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber ausländischen Destinationen sichern.

Digitale Fairness im Hotelvertrieb

Im Bereich der Online-Buchungsplattformen verlangt der Verband klarere und transparentere Wettbewerbsregeln. Trotz des Verbots von Paritätsklauseln bestehe weiterhin wirtschaftlicher Druck durch intransparente Praktiken und hohe Kommissionen, so der Verband. Hotelleriesuisse fordert eine stärkere Regulierung nach europäischem Vorbild, um faire Marktbedingungen und den Zugang zu relevanten Buchungsdaten sicherzustellen.

Europapolitik als Standortfaktor

Die Bilateralen III werden von Hotelleriesuisse als entscheidend für Stabilität, Fachkräftesicherung und Investitionssicherheit beurteilt. Gerade für die Beherbergungsbranche seien funktionierende Beziehungen zur EU zentral, da ein Grossteil der internationalen Gäste und Arbeitskräfte aus Europa stammt. Hotelleriesuisse setzt sich deshalb für die Unterstützung und innenpolitische Umsetzung des Vertragswerks ein.

Weitere Banchenrelevante Dossiers

Ergänzend thematisiert der Verband unter anderem die Sozialpartnerschaft, die Berufsbildung, den Bürokratieabbau, faire Onlinebewertungen, den Umgang mit Kurzzeitvermietungen sowie den Wohnraummangel in touristischen Regionen. Auch finanzpolitische Vorlagen wie das Entlastungspaket des Bundes oder die Individualbesteuerung werden aus Branchensicht eingeordnet.

Mit dem Positionspapier unterstreicht Hotelleriesuisse den Anspruch, die politischen Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Beherbergungsbranche zu sichern. (MICE-tip)