Neues Transparenzgesetz betrifft auch Hotels

Ab 1. Oktober gilt für zahlreiche Beherbergungsbetriebe eine neue Meldepflicht.
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Am 1. Oktober 2026 tritt in der Schweiz das neue Transparenzgesetz in Kraft. Damit wird ein Schweizerisches Transparenzregister eingeführt, in dem die natürlichen Personen erfasst werden, die Unternehmen tatsächlich besitzen, kontrollieren oder wirtschaftlich von ihnen profitieren. Auch Betriebe aus der Hotellerie und Beherbergungsbranche können von der neuen Meldepflicht betroffen sein.

Entscheidend ist dabei insbesondere die Rechtsform. Meldepflichtig sind grundsätzlich Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Genossenschaften. Ausgenommen sind unter anderem Einzelunternehmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften, Stiftungen, Vereine sowie börsenkotierte Gesellschaften und bestimmte weitere Rechtseinheiten.

Kontrolle ab 25 Prozent

Als wirtschaftlich berechtigt gelten natürliche Personen, die ein Unternehmen tatsächlich besitzen, kontrollieren oder wirtschaftlich davon profitieren. In der Regel wird von einer Kontrolle ausgegangen, wenn eine Person mindestens 25% des Kapitals oder der Stimmrechte hält. Eine Kontrolle kann jedoch auch über vertragliche Vereinbarungen oder indirekte Beteiligungen bestehen. Bei komplexeren Eigentumsstrukturen muss die Kontrollkette bis zu den entsprechenden natürlichen Personen zurückverfolgt werden.

Betroffene Unternehmen müssen diese Personen identifizieren, die erforderlichen Angaben einholen und überprüfen sowie an das Transparenzregister melden. Zudem müssen die Angaben künftig aktuell und korrekt gehalten werden.

Die Meldung erfolgt grundsätzlich über die zentrale Plattform EasyGov.swiss. Hotelleriesuisse empfiehlt Beherbergungsbetrieben, frühzeitig zu prüfen, ob sie meldepflichtig sind, und die wirtschaftlich berechtigten Personen zu identifizieren. Die kostenlose Registrierung auf EasyGov kann bereits jetzt vorgenommen werden.

Mit dem neuen Gesetz will die Schweiz die Transparenz von Unternehmensstrukturen erhöhen und Geldwäscherei sowie Terrorismusfinanzierung wirksamer bekämpfen. Gleichzeitig werden damit internationale Standards der Financial Action Task Force (FATF/GAFI) umgesetzt. (MICE-tip)