
Die Region Olten nimmt innerhalb des Kantons Solothurn eine zentrale Rolle im Tourismus ein. Gemäss der neuen touristischen Wertschöpfungsstudie erwirtschaftete sie 2025 eine touristische Bruttowertschöpfung von knapp CHF 128 Mio. Damit entfielen 43% der kantonalen Gesamtwertschöpfung von erstmals mehr als CHF 300 Mio. auf die Region Olten.
Gegenüber der letzten Studie von 2017 stieg die touristische Wertschöpfung im gesamten Kanton Solothurn um 8%. Für die Region Olten ist diese Entwicklung insbesondere auf die steigende Zahl der Übernachtungen zurückzuführen. Im Jahr 2025 wurden über sämtliche Unterkunftskategorien hinweg rund 441’000 Logiernächte registriert. Das entspricht einem Plus von 5,5% beziehungsweise rund 23’000 Übernachtungen gegenüber 2017.
Neben den Übernachtungsgästen spielen auch Tagesausflüge eine wichtige Rolle: Rund 1,7 Mio. Tagesgäste besuchten die Region. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Gast und Tag beliefen sich auf CHF 56. Hotelgäste gaben im Schnitt CHF 207 aus, Gäste in anderen Unterkunftskategorien CHF 105 und Tagesgäste CHF 43.
Von besonderer Bedeutung ist in Olten der Geschäftstourismus. 70% der Logiernächte entfielen auf Geschäftsreisende, deutlich mehr als im kantonalen Durchschnitt von 62%. Von insgesamt rund 139’000 Gästen reisten je etwa 60’000 als Individualgeschäftsreisende oder für Kongresse und Tagungen in die Region. Weitere 19% kamen im Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildungen nach Olten.
Die Gästebefragung zeigt zudem, dass gastronomische und kulturelle Angebote für den Aufenthalt relevant sind. Restaurantbesuche, Events und Museumsbesuche zählen zu den beliebtesten Aktivitäten. Auch ein Bummel durch die Oltner Altstadt sowie Ausflüge in die Tüfelsschlucht wurden häufig genannt.
Die touristische Wertschöpfungsstudie wurde unter anderem durch die Neue Regionalpolitik des Kantons Solothurn sowie die acht Tourismusregionen finanziell unterstützt. (MICE-tip)



