
Die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Dario Cologna hat sechs beispielhafte Projekte aus dem Berggebiet für den Prix Montagne 2026 nominiert.
Beurteilt werden die Projekte im Wesentlichen danach, ob sie:
- seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind
- einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten
- das Potenzial haben, als Modell von anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden
Der Preis ist mit 40’000 Franken dotiert und wird jährlich von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und der Schweizer Berghilfe verliehen.
Online-Abstimmung für den Publikumspreis
Zusätzlich zum Prix Montagne gibt es den Publikumspreis Prix Montagne im Wert von 20’000 Franken zu gewinnen. Diesen stiftet bereits zum zehnten Mal die Mobiliar Genossenschaft. Zur Auswahl stehen die sechs Projekte, die für den diesjährigen Prix Montagne nominiert sind. Ab sofort bis am 16. August kann man online für sein Lieblingsprojekt abstimmen.
Die Nominierten 2026
Insgesamt 42 eingereichte Projekte wurden auf die Kriterien der Wirtschaftlichkeit und des Modellcharakters geprüft. «Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte waren auch in diesem Jahr wieder beeindruckend», sagt Dario Cologna und fügt an: «Wir hatten spannende und lange Diskussionen in der Jury, und am Ende konnten wir sechs Projekte nominieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten».
Die sechs nominierten Projekte tragen in beispielhafter Weise direkt zur Wertschöpfung und wirtschaftlichen Vielfalt im Schweizer Berggebiet. Die nominierten Projekte stammen aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus diversen Branchen.
- Biketrail Marbachegg, Marbach/LU: Biker aus der ganzen Schweiz toben sich auf dem Flowtrail und der Jumpline aus – und sichern so das Überleben des kleinen Skigebiets.
- Dolceperla Gioielli, Poschiavo/GR: Seit fast 20 Jahren produzieren Michela Paganini und ihr Team mitten in Poschiavo handgemachten Schmuck in zeitlosem Design.
- Freelap, Fleurier/NE: Jean-Pierre Baumann und sein Team produzieren mit Freelap präzise Zeitmessgeräte für verschiedenste Sportarten auf der ganzen Welt.
- Gesundheitszentrum Unterengadin, Scuol/GR: Das Gesundheitszentrum vereint alle gesundheitlichen Institutionen in der Region Unterengadin unter einem Dach, vom Wellness- und Erholungsbad bis zur Notfallmedizin und Pflegeeinrichtung.
- Stoos Lodge, Stoos/SZ: Die im Jahr 2022 eröffnete Stoos Lodge ist modernes Hotel und Dorfzentrum zugleich. Das Hotel schafft den Spagat zwischen den Bedürfnissen einer internationalen Kundschaft und jenen der Einheimischen.
- Yann Flück SA, Le Noirmont/JU: Yann Flück und sein Team machen aus ungenutztem Holz aus den umliegenden Wäldern Holzschnitzel, die sie in eigenen Fernwärmeanlagen verbrennen.
Preisverleihung
Die Gewinner des Prix Montagne und des Publikumspreises Prix Montagne werden am Donnerstag, 3. September im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Eventforum in Bern bekannt gegeben.
Durch die Veranstaltung führt die Urner TV-Moderatorin Sabine Dahinden, musikalisch begleitet von Schwyzerörgeli-Improvisator Christian Wyss. Der Prix Montagne wird bereits zum 16. Mal von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und der Schweizer Berghilfe verliehen.
Die Jury
- Dario Cologna (Präsident): ehemaliger Profi-Langläufer
- Nadine Felix: Leiterin Projekte und Partnerschaften Schweizer Berghilfe
- Jean-Paul Lachat: Regierungsrat Kanton Jura
- Gabriela Manser: Verwaltungsratspräsidentin der Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur
- Peter Niederer: Vizedirektor und Ressortleiter Regionalentwicklung SAB
- Roland Schegg: Professor und Tourismusexperte Hochschule für Wirtschaft Wallis (HES-SO Valais-Wallis)
- Werner Schiesser: ehemaliger CEO BDO Schweiz, Verwaltungsrat, Unternehmensberater
(MICE-tip)



