Schweiz Tourismus passt Repräsentanz im Ausland an

Die Präsenz in Mexiko wird ausgebaut, gleichzeitig schliesst aber das Büro in Lissabon.
©Schweiz Tourismus

Schweiz Tourismus (ST) passt sein internationales Märkteportfolio an. Bis Ende des ersten Quartals 2027 soll eine neue Antenne in Mexico City eröffnet werden. Gleichzeitig stellt die Tourismusmarketingorganisation ihre Aktivitäten im Büro in Lissabon ein.

Die neue Präsenz in Mexiko wird zunächst als sogenannte Antenne geführt. Dieses Modell dient ST dazu, einen Markt während eines begrenzten Zeitraums zu testen. Mit einer lokalen Präsenz will die Organisation insbesondere die Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern, Medien und weiteren Partnern intensivieren und die Nachfrage nach Reisen in die Schweiz fördern.

ST sieht Mexiko als einen der attraktivsten Premium-Wachstumsmärkte im Langstreckenbereich. Das Land zählt mehr als 130 Millionen Einwohner und verfügt laut der Organisation über ein wachsendes kaufkräftiges Segment, das international reist. Gerade bei Langstreckenreisen konzentriere sich die Nachfrage auf einkommensstarke Reisende, womit Mexiko für eine Premiumdestination wie die Schweiz an Bedeutung gewinne.

Vor Ort will ST lokale Partner mit der Schweizer Tourismuswirtschaft vernetzen. Dazu gehören unter anderem Hotels, Destinationen, Bahnen und weitere touristische Leistungsträger. Ziel ist es, die Nachfrage gezielt in konkretes Geschäft für die Schweizer Tourismusbranche umzuwandeln.

Büro in Lissabon wird geschlossen

Parallel dazu schliesst Schweiz Tourismus das Büro in Lissabon bis Ende des ersten Quartals 2027. Ein vollständiger Rückzug aus Portugal ist jedoch nicht vorgesehen. Ausgewählte Aktivitäten sollen künftig über das ST-Büro in Barcelona gesteuert werden.

Portugal war ursprünglich ebenfalls als Antennenmarkt gestartet und wurde im Januar 2025 in ein permanentes Büro überführt. Nach Angaben von ST hat der Markt inzwischen einen Reifegrad erreicht, der es ermöglicht, die aufgebauten Vertriebsbeziehungen und Distributionskanäle auch ohne permanente Präsenz vor Ort weiterzuführen.

Die Schliessung sei weder auf die Marktleistung zurückzuführen noch eine Sparmassnahme oder Teil der laufenden organisatorischen Transformation. Vielmehr gehe es um eine gezielte Ressourcenverteilung innerhalb des internationalen Marktnetzwerks.

Corinne Genoud ©ST

«Unsere Aufgabe ist es, die Marketingressourcen des Schweizer Tourismus dort einzusetzen, wo sie für unsere Branchenpartner die stärkste Wirkung erzielen», erklärt Corinne Genoud, Chief Markets Officer West und Mitglied der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus. Mexiko biete die Voraussetzungen, das internationale Portfolio zu ergänzen und die Marktabdeckung zu stärken. (MICE-tip)