
Der Schweizer Tourismus zeigt sich weiterhin widerstandsfähig. Switzerland Travel Centre (STC) verzeichnete per Ende Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahr ein Buchungsplus von 5%.
Während das erste Quartal mit einem Wachstum von 11% deutlich zulegen konnte, schwächte sich die Nachfrage im zweiten Quartal aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten ab.

Switzerland Travel Centre ©STC
«Die Rückgänge sind mit den Unsicherheiten aufgrund der geopolitischen Lage im Nahen Osten zu erklären. Dennoch sind wir positiv überrascht über die hohe Nachfrage nach Schweiz-Reisen», sagt Markus Kohli, CEO von Switzerland Travel Centre.
Für die zweite Jahreshälfte bleibt die Entwicklung laut STC schwer abschätzbar und hängt stark von kurzfristigen Buchungen ab.
Das Unternehmen rechnet derzeit mit leicht rückläufigen Logiernächten gegenüber den bisherigen Erwartungen, geht aber davon aus, dass das Vorjahresniveau erreicht werden kann. Sollte sich die geopolitische Lage stabilisieren und kurzfristige Buchungen anziehen, sei auch ein Jahresabschluss mit einem Plus möglich.
«Die Schweiz wird mit einem blauen Auge davonkommen. Die unsichere geopolitische
Lage hat das Resultat zwar beeinflusst, aber in einem verkraftbaren Mass. Der Schweizer
Tourismus zeigt sich momentan sehr resilient», so Kohli.
Östliche und westliche Fernmärkte halten sich die Waage
Unterschiedlich entwickelt sich die Nachfrage je nach Herkunftsmarkt. Rückgänge aus Australien, Taiwan und Hongkong führt STC auf die eingeschränkten Flugverbindungen, hohe Ticketpreise und Unsicherheiten im Nahen Osten zurück.
Gleichzeitig kompensieren steigende Buchungen aus Brasilien, Mexiko, Kanada und insbesondere den USA diese Verluste. Auch innerhalb Europas zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Grossbritannien zulegt, entwickelt sich die Nachfrage aus Deutschland rückläufig.
Zugreisen sind der Gästemagnet der Schweiz
Ein anhaltender Wachstumstreiber bleiben Bahnreisen. Panoramazüge wie der Bernina Express, Glacier Express oder Golden Pass Express erfreuen sich laut STC einer stetig steigenden Nachfrage. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten gehen Buchungsanfragen immer früher ein. Auch der Swiss Travel Pass für internationale Gäste verzeichnete im ersten Halbjahr einen Verkaufsanstieg von 5%. (MICE-tip)



