SECO präzisiert Förderpraxis innovativer Tourismusprojekte

Das neue Merkblatt schafft Klarheit bei Innotour-Projekten.
©Graubünden Ferien / Prättigau Tourismus GmbH

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat die Vollzugspraxis von Innotour präzisiert.

Mit dem Förderinstrument Innotour unterstützt der Bund mittels einmaliger Finanzhilfen überbetriebliche Projekte, die Innovationen, die Zusammenarbeit sowie den Wissensaufbau und -transfer im Schweizer Tourismus fördern. Im Falle von Projektänderungen können die Projektträger während der ursprünglichen Laufzeit des Projekts Anpassungen beantragen. Das neue Merkblatt regelt sowohl Anpassungen während der Laufzeit eines Projekts als auch die Voraussetzungen für Nachfolgeprojekte und systematisiert damit das bisherige Vorgehen.

Vier Kategorien für Projektanpassungen

Anpassungen laufender Innotour-Projekte müssen wie bisher während der Projektlaufzeit beim SECO beantragt und begründet werden. Neu ordnet das Merkblatt diese klar vier Kategorien zu:

  • interne Budgetverschiebungen ohne zusätzliche Mittel
  • reine Verlängerungen der Projektlaufzeit
  • Erweiterungen des Projekts mit Gesuch um zusätzliche Finanzierung
  • Kombination von Mehrkosten und Verlängerung der Projektdauer

Zusätzliche Fördermittel werden nur in Ausnahmefällen gesprochen und setzen einen klaren Mehrwert voraus. Dieser muss belegen, dass das Projekt umfassender, qualitativ besser und / oder schneller umgesetzt werden kann, ohne die ursprünglich geplanten Eigenleistungen zu reduzieren.

Klare Leitplanken für Nachfolgeprojekte

Auch Nachfolgeprojekte sind weiterhin möglich. Nach Abschluss eines geförderten Vorhabens kann ein neues Gesuch eingereicht werden, sofern das Folgeprojekt einen zusätzlichen Innovationsgrad aufweist und die allgemeinen Innotour-Kriterien erfüllt. Betriebskosten sind weiterhin ausgeschlossen; unterstützt wird ausschliesslich der innovative Anteil des Projekts.

Fokus auf nachhaltige Wirkung

Mit der Präzisierung will Innotour seinen Anspruch, innovative und überbetriebliche Initiativen im Schweizer Tourismus gezielt zu stärken, unterstreichen. Gleichzeitig bleibt das Grundprinzip unverändert: Die Förderung ist zeitlich befristet, nimmt in der Regel ab und soll Impulse setzen, damit Projekte langfristig selbsttragend werden. (MICE-tip) 

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