
Seminarland Ostschweiz verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 eine zurückhaltendere Entwicklung im Seminar- und Tagungsgeschäft. Zwischen Januar und Juni gingen 312 Anfragen für Seminare, Tagungen und Teamevents ein. Das entspricht einem Rückgang von 16,1% gegenüber dem Vorjahr, als 372 Anfragen registriert worden waren.
Vermittelt wurden 152 Buchungen, nach 172 im ersten Halbjahr 2025. Der vermittelte Umsatz belief sich auf CHF 911’267 und lag damit 30% unter dem Vorjahreswert von rund CHF 1,3 Millionen. Seminarland Ostschweiz ordnet die Entwicklung vor dem Hintergrund des aussergewöhnlich umsatzstarken Jahres 2025 ein, das von mehreren Grossbuchungen geprägt war. Die aktuellen Zahlen bewegen sich bei Anfragen, Buchungen und Umsatz wieder zwischen den Ergebnissen der Jahre 2023 und 2024.
Neben der tieferen Zahl an Anfragen wirkten sich auch kleinere Gruppen auf den Umsatz aus. Bei Seminaren mit Übernachtung lag die durchschnittliche Gruppengrösse bei 19,7 Personen. Das sind 11,7% weniger als im Vorjahr, als durchschnittlich 22,3 Personen pro Gruppe gezählt wurden. Bei Tagungen ohne Übernachtung blieb die durchschnittliche Gruppengrösse mit 33,5 Personen hingegen nahezu stabil.
«Aktuell stellen wir fest, dass viele Unternehmen ihre Ausgaben sorgfältiger prüfen. Seminare werden verschoben oder vorerst zurückgestellt», sagt Bettina Güntensperger, Co-Leiterin von Seminarland Ostschweiz. Zudem gingen Anfragen häufiger kurzfristig ein, während bestehende Kunden teilweise direkt bei bekannten Betrieben buchen würden.
Seminarland Ostschweiz rechnet damit, dass wirtschaftliche Unsicherheiten den Markt auch im weiteren Jahresverlauf beeinflussen werden. Der kostenlose Buchungsservice unterstützt Unternehmen, Verbände und Organisationen bei der Suche nach passenden Seminarhotels und Tagungslocations. Das Netzwerk umfasst über 50 Betriebe zwischen Bodensee und Säntis. Seminarland Ostschweiz ist eine Kooperation von St.Gallen-Bodensee Tourismus und Thurgau Tourismus. (MICE-tip)



