
Die Schweizer Wohnbevölkerung gab im Jahr 2025 insgesamt 19,3 Milliarden Franken für Auslandreisen (Outgoing) aus; das sind 1,9% mehr als im Vorjahr.
Touristen aus dem Ausland wendeten für ihre Schweiz-Reisen (Incoming) im gleichen Zeitraum ebenfalls mehr auf als im Vorjahr. Ihre Ausgaben stiegen um 1,6% auf 20,5 Milliarden Franken.
Der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz wurde durch diese Entwicklungen negativ beeinflusst. Dieser fiel zwar erneut positiv aus, verringerte sich gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) gegenüber 2024 jedoch auf 1,2 Milliarden Franken.
Höhere Einnahmen als 2024
2025 besuchten mehr ausländische Gäste die Schweiz als im Vorjahr. Sie sorgten sowohl in der Hotellerie als auch in der Parahotellerie für eine höhere Logiernächtezahl. Da sie im Durchschnitt pro Nacht auch mehr ausgaben als 2024, verzeichneten die Einnahmen aus den Übernachtungen in Hotellerie- und Parahotellerie Betrieben sowie in eigenen Ferienunterkünften erneut ein Plus.
2025 erhöhten sich die Einnahmen aus den Studien- und Spitalaufenthalten nach einem Anstieg um 8,2% im Jahr 2024 5,0%. Grund für dieses Wachstum ist die Zunahme der Hospitalisierungstage von nicht in der Schweiz wohnhaften Patientinnen und Patienten sowie jene der Hochschulanmeldungen von im Ausland wohnhaften Personen. Die Einnahmen aus Reisen mit Übernachtungen erhöhten sich um 4,7%.
Die Einnahmen aus Reisen ohne Übernachtungen gingen um 4,6% zurück: Jene aus dem Tages- und Transitverkehr verringerten sich um 9,8%, die Einnahmen aus den Konsumausgaben der ausländischen Personen mit Grenzgänger- oder Kurzaufenthaltsstatus stiegen hingegen erneut an (+2,9%).
Ausgabenwachstum schwächt sich ab
2025 hielt der Aufwärtstrend bei den Auslandreisen der Schweizer Bevölkerung an. Ihre Ausgaben für Reisen mit Übernachtungen erhöhten sich mit 4,1% allerdings etwas weniger stark als 2024 (+7,3%). 2025 gab die Schweizer Wohnbevölkerung insgesamt 13,8 Milliarden Franken für Reisen mit Übernachtungen im Ausland aus; das sind rund 70% der gesamten Ausgaben in der Fremdenverkehrsbilanz der Schweiz.
Der Einkaufstourismus ging um 3,2% zurück. Da die Preisdifferenz für die Schweiz gegenüber den Nachbarländern weniger nachteilig ausfällt und die Wertfreigrenze für Einkäufe im Ausland ab dem 1. Januar 2025 von 300 auf 150 Franken gesenkt wurde, hat der Einkaufstourismus an Attraktivität eingebüsst. 2025 beliefen sich die Ausgaben für Auslandreisen der Schweizer Bevölkerung ohne Übernachtungen auf 5,5 Milliarden Franken. (TI)



