Sommer in St. Moritz gewinnt an Bedeutung

Der amerikanische Markt legt zu.
St. Moritz © Unsplash/Sepp Rutz

Die Destination St. Moritz kommuniziert ein erfolgreiches Jahr 2025.

799’655 Logiernächte zählte die Hotellerie in St. Moritz im 2025; mit +4.1% gegenüber Vorjahr ein neuer Höchstwert. «Ein Rekordjahr ist zwar schön, aber wichtig ist uns, wie wir bei unseren strategischen Zielen Sommerstärkung, Saisonverlängerung, Erhöhung der Auslastung und Wertschöpfung performen», so Marijana Jakic, CEO der St. Moritz Tourismus AG.

Mit 53% Bettenauslastung resp. 56% Zimmerauslastung konnten im 2025 gute Werte erreicht werden. «Mit jeweils 3 Prozentpunkten mehr gegenüber Vorjahr sind wir noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg», so Jakic weiter.

Sommer: Strategie zeigt Effekte

Der Sommer (Mai-Oktober) 2025 verfehlte mit 337’909 Logiernächten knapp ein weiteres Rekordergebnis. Praktisch alle Monate (ausser der Juli) erzielten ein besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Als zentrale Treiber nennt St. Moritz Tourismus einerseits den stabilen Schweizer Markt, der weiterhin mit Abstand der wichtigste Herkunftsmarkt für die Destination ist. Andererseits zeigen auch die strategische Neuausrichtung der Marketingmassnahmen sowie die breit angelegte Kampagne ‘St. Summer’ messbare Effekte.

Zudem verzeichnete die Destination eine deutliche Zunahme an Gästen aus den USA: Mit einem Plus von 20% gegenüber dem Vorjahr etablierten sich diese im Sommer als zweitwichtigster Markt und rückten über das Gesamtjahr hinweg nahe an den deutschen Markt auf Rang zwei heran.

Saisonverlängerung dank Fernmärkten

Die Nachfrage nach St. Moritz ist international breit abgestützt. Während Gäste aus der Schweiz rund 33% der Logiernächte generieren, verteilen sich die restlichen Prozente auf mehr als 70 Nationen. Die Internationalisierung hilft die sogenannten Schultermonate zu stärken, um die Saisons zu verlängern. So fällt heute dank Gästen aus Brasilien, der Türkei oder Australien das klassische Januar-Loch weg. USA, Indien, Japan und Taiwan helfen den Juni und September weiterzuentwickeln.

Ein Vergleich mit den Zahlen aus dem Jahr 2019 zeigt, dass die Fernmärkte seit 2019 rund 32% an Logiernächten zulegten, der Schweizer Markt leicht wachsen konnte (+2%), hingegen die Nächtigungen aus Europa leicht zurückgingen (-4%).

Krieg im Nahen Osten bringen Unsicherheit

Die internationale Ausrichtung von St. Moritz macht die Destination so resilient wie möglich gegen lokale und regionale Krisenherde. Dennoch haben Gäste aus dem asiatischen Raum zur Zeit Schwierigkeiten, nach Europa zu gelangen. Marijana Jakic ist überzeugt, dass allfällige Stornierungen durch europäische Gäste, die die Tourismusregionen im Nahen Osten meiden, kompensiert werden können. (MICE-tip)