Tourismusbilanz 2025: Tourismusregion Zürich wächst

Die Tourismusregion Zürich wächst um 3,5% und erreicht erstmals mehr als 7,5 Millionen Logiernächte.
©Mattias Nutt / Zürich Tourismus

Die Tourismusregion Zürich verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 7’556’846 Logiernächte. Damit wächst die Zahl der Logiernächte gegenüber dem Vorjahr um 3,5% und erreicht einen neuen Höchstwert.

Starker Heimmarkt und stabile internationale Nachfrage

Das Wachstum verteilt sich ausgewogen über die wichtigsten Herkunftsmärkte. Besonders dynamisch entwickelte sich der Schweizer Markt: Die Logiernächte inländischer Gäste stiegen um 4,8%. Mit einem Anteil von 38,7% stellen Gäste aus der Schweiz weiterhin die grösste Gästegruppe.

Auch die europäischen Kernmärkte kehrten auf Wachstumskurs zurück. Deutschland legte um 3,6% zu, Grossbritannien um 8,2% und Italien um 6,4%. Damit konnten die Rückgänge des Vorjahres deutlich ausgeglichen werden.

Der positive Trend aus den USA und Kanada setzt sich fort: Mit einem Wachstum von 4,5% und einem Marktanteil von 13,5% bleiben Gäste aus Nordamerika die zweitgrösste Besuchergruppe. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Überseemärkte Indien mit einem Rückgang um 2,8%, Südostasien mit einem Rückgang um 8,8% sowie die Golfstaaten mit einem Rückgang um 6,2%.

Ausgewogener Gästemix stärkt Resilienz und Stabilität

Rund 39% der Gäste stammen aus der Schweiz, je knapp ein Drittel aus europäischen Nahmärkten und aus Fernmärkten. Diese breite Verteilung macht die Destination besonders resilient. «Der ausgewogene Gästemix mit starkem Heimmarkt ist für Zürich ein Erfolgsfaktor», sagt Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, «denn gerade in wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Zeiten sorgt er für Stabilität.»

Im langjährigen Vergleich zeigt sich, dass die Logiernächte in Zürich insbesondere im Freizeittourismus gewachsen sind. Geschäftsreisen sowie Kongress- und Tagungsbesuche (MICE) entwickelten sich auf stabilem Niveau. Für Zürich Tourismus bleibt das Kongress- und Tagungsgeschäft weiterhin ein strategischer Schwerpunkt.

Der Tourismus soll langfristig tragfähig bleiben

Für Zürich Tourismus steht jedoch nicht reines Mengenwachstum im Vordergrund, sondern eine ausgewogene und langfristig tragfähige Entwicklung. Ziel ist es, die Aufenthaltsdauer zu erhöhen, saisonale Schwankungen zu glätten, die Wertschöpfung pro Gast zu steigern und die Balance zwischen touristischer Entwicklung und Lebensqualität zu sichern.
Die Region soll gezielt als Premium-Destination weiterentwickelt werden.

Dabei steht auch die Perspektive der lokalen Bevölkerung im Fokus: Touristische Angebote sollen so gestaltet werden, dass sie Einheimischen ebenso zugutekommen wie Gästen. Eine attraktive Kultur-, Freizeit- und Veranstaltungslandschaft, nachhaltige Stadtentwicklung sowie positive wirtschaftliche Impulse tragen dazu bei, dass Tourismus als Teil einer lebendigen Visitor Economy wahrgenommen wird. «Nur was gut ist für die Bevölkerung, ist auch gut für die Gäste», ist Thomas Wüthrich überzeugt. «Langfristige Attraktivität entsteht dort, wo Tourismus die Lebensqualität stärkt.» (MICE-tip)