Was passiert nach dem Abstimmungs-Nein?

Die Bergbahnen Chur-Dreibündenstein wollen die Zukunft des Hausbergs sichern.
©Bergbahnen Chur-Dreibündenstein AG

Die Bergbahnen Chur-Dreibündenstein AG (BCD) blicken auf einen Rekordsommer zurück. Im Geschäftsjahr 2025/26 erreichte Brambrüesch mit fast 59’000 Ersteintritten im Sommer einen neuen Höchstwert – das sind satte 6,3% mehr als im Vorjahr.

Der schneearme Winter blieb dagegen deutlich unter den Erwartungen. Insgesamt wurden knapp 100’000 Ersteintritte verzeichnet, der Sommeranteil an Umsatz und Gästen stieg auf rund 63%.

«Die Entwicklung bestätigt, dass Brambrüesch längst mehr als ein Winterberg ist. Wanderer, Biken, Familienangebote, Gastronomie und Veranstaltungen tragen heute wesentlich dazu bei, dass unser Hausberg über das ganze Jahr genutzt wird. Diese breite Ausrichtung bleibt für uns zentral», sagt Patrick Arnet, Geschäftsführer BCD.

Trotz der schwierigen Winterbedingungen entwickelte sich das operative Geschäft erfreulich. Bei einem EBITDA von rund 316’000 Franken weist die BCD einen Jahresverlust von rund 244’000 Franken aus, der wesentlich durch Einmaleffekte, insbesondere die ausserordentliche Abschreibung der Projektkosten für das geplante Panoramarestaurant, geprägt ist.

Uffa: 1120 Abos sind das Ziel

Zum zehnten Mal steht die Uffa-Kampagne für ein Ganzjahresabo auf den Churer Hausberg. Auch in der Jubiläumsausgabe gilt: Wenn bis zum 30. November 2026 mindestens 1120 Abos bestellt werden, kommen die besonders günstigen Uffa-Preise zur Anwendung. Das Abo ist ab dem 1. Dezember 2026 während eines ganzen Jahres gültig und umfasst damit Winter und Sommer.

Zusätzlich profitieren ‘Uffa!’ Abonnentinnen und -Abonnenten von Rabatt auf Winter-Tageskarten in KMS-Skigebieten der Region Mitte sowie in Arosa Lenzerheide. Zum Jubiläum werden zudem 10 ‘Uffa!’-Abos verlost.

Zukunftsoptionen klären

Nach dem Volksnein zum Bahnneubau im März 2026 verfolgt die BCD zwei Stossrichtungen. Dabei geht es einerseits darum, die bestehende Erschliessung für die nächsten Jahre zu sichern, und andererseits, neue Optionen für den langfristigen Betrieb zu erarbeiten.

Gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Maschinenherstellern wird derzeit die technische und regulatorische Machbarkeit einer Lebenszeitverlängerung der 4er-Gondelbahn geprüft.

Parallel zur Sicherung des bestehenden Betriebs erstellt die BCD mit den Verantwortlichen der Stadt eine Auslegeordnung verschiedener Projektoptionen für die längerfristige Zukunft. In einem weiteren Schritt sollen diese Optionen hinsichtlich zeitlicher und finanzieller Machbarkeit geprüft werden. (MICE-tip)