GVA bricht im Coronajahr um über zwei Drittel ein

Das Passagieraufkommen am zweitgrössen schweizer Flughafen sank 2020 um fast 70%, die Zahl der Flugbewegungen um über 50%.
Massiver Rückgang von PAX-Zahlen und Flugbewegungen am Genfer Flughafen. @ zVg

Wie Genève Aéroport mitteilt, nutzten 2020 coronabedingt gerade noch 5’600’884 Fluggäste den Genfer Flughafen (GVA), das sind 68,8% weniger als im Jahr zuvor, wo noch 17’926’625 Passagiere abgefertigt wurden. Derart niedrige Zahlen gab es seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. Das Niveau von vor der Pandemie werde voraussichtlich wohl erst wieder 2024 erreicht werden können.

Damit einhergehend war natürlich auch die Anzahl an Flugbewegungen in den letzten zwölf Monaten rückläufig: Sie sank um 53,6% auf 86’353 Starts und Landungen. Ein Jahr zuvor war die Zahl der Flugbewegungen im Vergleich zu 2018 nur um 0,6% gesunken. In dieser Krise haben mehrere Fluggesellschaften betriebswirtschaftlich günstigere Flugzeuge der neuesten Generation bevorzugt. Zur Begrenzung der Lärmemissionen trugen Flugzeuge der Kategorie 5 bei, die leiser sind und weniger Kerosin verbrauchen.

Ab Genève konnte man im 2020 – wie auch schon im Jahr davor – 149 Reiseziele erreichen. Seit dem 15. Juli 2020 haben mehrere Fluggesellschaften den regulären Interkontinentalverkehr wieder aufgenommen, insbesondere Emirates, Etihad, Ethiopian Airlines und Air Canada. Den grössten Marktanteil in Genf bei den Fluggesellschaften hatte 2020 Easyjet mit 45,7%, gefolgt von Swiss (13,8%), British Airways (5,5%) und Air France (4,2%). Alle weiteren Airlines blieben unter 3%.

Moderater Anstieg nur bei Kurierunternehmen

Auch die Luftfrachtaktivität ging ebenfalls deutlich zurück, nämlich um um 37,7% auf 52’833 Tonnen, obwohl der Frachtbetrieb, insbesondere für den Transport von medizinischem Gerät, während der Pandemie stets problemlos funktionierte. Lediglich die Express-Kurierunternehmen (DHL Express, FedEx/TNT, UPS) konnten sich dank einer autonomen Logistikorganisation behaupten und 2020 einen moderaten Anstieg des Verkehrsaufkommens um 4,15% (14’961 Tonnen) verzeichnen. (CF)