Offizielles Statement von den Balearen: «Wir bitten um Solidarität»

Nach den sintflutartigen Regenfällen vom Dienstag bekräftigt man vor Ort, dass in den wichtigsten touristischen Gebieten «absolute Normalität» herrsche.
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Mallorca wurde am Dienstag von den heftigsten Unwettern seit über 80 Jahren heimgesucht. Sintflutartige Regenfälle hinterliessen 220 Liter Wasser pro Quadratmeter in der Gegend von Sant Llorenç. Die darauffolgenden Sturzfluten forderten eine traurige Bilanz von zehn Todesopfern. Die Menge an Regen, die hier in ein paar Stunden niederging, ist ein Drittel dessen, was normalerweise innerhalb eines Jahres fällt.

Nun meldet sich erstmals Jaume Alzamora, Direktor der Agentur für touristische Strategie der Balearen, mit einem offiziellen Statement zu Wort: «Wir sind sehr betroffen und traurig über die verheerenden Folgen des Unwetters. In Gedanken sind wir bei allen Leidtragenden und wünschen ihnen viel Kraft.» Zur aktuellen Lage auf Mallorca ergänzt er: «Das betroffene Gebiet im Nordosten der Insel ist sehr klein. Der Rest von Mallorca wurde nicht von Regen oder Überschwemmungen heimgesucht. In den wichtigsten touristischen Gebieten herrscht absolute Normalität, Hotels sind geöffnet, Infrastrukturen funktionieren – dies war auch der Fall, während der Starkregen auf die Insel niederging. Es gibt somit keinen Grund zur Beunruhigung – jeder kann unbesorgt seinen geplanten Urlaub auf unserer schönen Insel fortsetzen und bedenkenlos antreten.»

Grosse Solidarität
Die Solidarität zwischen den Mallorquinern sei sehr gross, und sie ermögliche es, die Schäden in Sant Llorenç und Umgebung in kürzester Zeit zu beheben. «Nun möchten wir auch unsere Besucher um Solidarität bitten: Haben Sie keine Bedenken weiterhin nach Mallorca zu kommen, bereits getätigte Reservierungen können bedenkenlos wahrgenommen werden», so Alzamora weiter.

15 Strassen wurden am Dienstag gesperrt. Diejenigen Strassen, bei denen der allgemeine Zustand und die Stabilität von Brücken überprüft wurde, sind wieder geöffnet. Vier Strassen bleiben weiterhin geschlossen, um die lokale Sicherheit zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um Serra-Colonia de Sant Pere, Son Servera-Porto Christo, Artà-s’Era de Pula und Artà-Canyamel. (TI)

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