Um 2010 zu überleben, vollzieht der in finanziellen Nöten steckende irische Carrier Aer Lingus einen Strategiewechsel. So soll mit dem in den letzten Jahren gefahrenen Low-Cost-Programm Schluss sein. Laut CEO Christoph Müller will Aer Lingus auf Partnerschaften und Allianzen setzen; zudem wird neu der asiatische Markt ins Auge gefasst. Auch Feeder-Service ab Irland nach London, Frankfurt oder Paris wird erwogen. Im Rahmen ihrer neuen Strategie will sich die ehemals zur Oneworld gehörende Aer Lingus auch wieder einer internationalen Airline-Allianz anschliessen.
All dies soll, nebst dem bereits eingeleiteten Kostensenkungsprogramm, ein erwartet schwaches 2010 finanziell erträglich machen. Bereits Anfang Monat hatte Aer Lingus mit den Piloten Gehaltskürzungen aushandeln können, wodurch die Personalkosten der Airline um umgerechnet CHF 45 Mio. gesenkt werden. Daneben sollen Stellen gestrichen und die Management-Ebenen reduziert werden.
Bereits letzten Sommer hatte Aer Lingus verkündet, das Wachstum der Langstreckenflotte einzudämmen, neue Jets später in die Flotte zu integrieren und geleaste Maschinen früher als geplant zurückzugeben.
