Air France-KLM meldet für das Geschäftsjahr 2008/09 einen Verlust von 814 Millionen Euro. Die Nettoschulden stiegen 2008/09 von 2,7 auf 4,5 Milliarden Euro. Auch operativ rutschte Air France-KLM 2008/09 mit 129 Millionen Euro in die Verlustzone. Besonders stark war der Einbruch des Geschäfts in den ersten drei Monaten 2009. Der Umsatz stürzte im Jahresvergleich um 12,2 Prozent auf 5,01 Milliarden Euro. Der Fehlbetrag sank zwar von 543 auf 505 Millionen Euro, doch der operative Verlust schoss von 37 Millionen auf 574 Millionen Euro in die Höhe.
Air France-KLM will nun die Passagierkapazitäten um viereinhalb Prozent und die Frachtkapazitäten um elf Prozent drücken. Die Investitionspläne werden auf 1,4 Milliarden Euro halbiert. Der französisch-niederländische Konzern kappt daher die Kapazitäten und baut tausende Arbeitsplätze ab. Die Stellen würden durch einen Einstellungsstopp und durch Teilzeitmodelle eingespart, erklärte das Unternehmen. Im laufenden Geschäftsjahr würden drei Prozent der 107’000 Stellen gestrichen.
Air France-KLM kündigte zugleich eine weitere Verschärfung des Sparkurses «Challenge 12» um rund eine Milliarde Euro bis 2012 an. Einsparungen bei der Flotte sollen dabei 3,1 Milliarden Euro bringen. So plant Air France-KLM bis zum Sommer 2012 nur noch den Kauf von 189 Langstreckenjets bei Airbus und Boeing ein; das sind 14 weniger als im vergangenen Jahr beschlossen.
