Das US Department of Transportation (DOT) hat American Airlines (AA) sowie ihren Oneworld-Partnern British Airways (BA), Iberia, Finnair und Royal Jordanian im dritten Anlauf provisorisch die «Antitrust Immunity» im Transatlantikverkehr gewährt. Damit können die genannten Airlines ihre Flugpläne, Produkte und Preise absprechen. Dies soll den Passagieren bessere Tarife und eine grössere Auswahl an Routen und Dienstleistungen ermöglichen, sowie die Konkurrenz zu Star Alliance und Skyteam verstärken – diverse Airlines dieser beiden Allianzen haben ja bereits eine Kartellfreistellung erhalten.
Allerdings hat das DOT auch Auflagen erteilt, da es auf bestimmten Routen, vor allem zwischen den USA und London-Heathrow, zu Wettbewerbsverletzungen kommen könnte. So müssen die Airlines in Heathrow für mindestens zehn Jahre vier Slot-Paare (Start & Landung) für Konkurrenten freihalten, welche neue US-Verbindungen anbieten dürfen.
BA, Iberia und AA wollen die Auflagen der DOT prüfen und innerhalb der gesetzlichen Frist von 45 Tagen allfällige Einwände einreichen. Bereits beim zweiten Antrag auf Kartell-Freistellung im Jahr 2002 war die Kooperation genehmigt worden. Allerdings sollten die beiden Airlines damals noch mehr Slots abgeben, so dass sie die Bedingungen ablehnten und auf die Kooperation verzichteten.
