Entschädigung für Passagiere gefordert

Eine Gesetzesvorlage der EU-Kommission soll bis Juli 2010 vorliegen.

Das EU-Parlament forderte die EU-Kommission auf, dafür zu sorgen, dass Passagiere bei einer Airline-Pleite nicht mehr am Flughafen festsitzen. Laut der ECTAA (European Travel Agent’s and Touroperators’ Associations) haben in den letzten zehn Jahren knapp 100 europäische Airlines Konkurs angemeldet und liessen tausende Passagiere gestrandet und ohne Entschädigung im Ausland stehen.

Nach Ansicht des Europaparlaments sollten Flugpassagiere von insolventen Airlines künftig besser entschädigt werden. Die Abgeordneten haben gestern in Strassburg die EU-Kommission dazu aufgerufen, dafür zu sorgen, dass Passagiere nicht mehr ohne Unterkunft oder Heimflug am Flughafen festsitzen. Auch bereits gebuchte Flugtickets sollen künftig entschädigt werden.

Um in Zukunft zu vermeiden, dass Passagiere wie im Falle der Pleite der Billigairline Sky Europe an Flughäfen in ganz Europa hängenbleiben, könnte die EU-Kommission zum Beispiel eine Pflichtversicherung für Fluggesellschaften oder die Einrichtung eines Garantiefonds verordnen, wie dies auch in den Reisebüros der Fall ist. Die Abgeordneten forderten die EU-Kommission auf, bis zum 1. Juli 2010 einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen.