Laut einer Meldung auf «airliners.de» haben die EU-Wettbewerbshüter Kartelluntersuchungen gegen sieben internationale Fluggesellschaften eröffnet. Dabei geht es um die Zusammenarbeit innerhalb der Airline-Bündnisse Star Alliance und Oneworld.
Die EU-Ermittlungen gegen die Star Alliance laufen gegen Lufthansa, United Airlines, Air Canada und das zukünftige Mitglied Continental Airlines. Von den Oneworld-Mitgliedern nimmt die Kommission British Airways, American Airlines und Iberia ins Visier.
Die Zusammenarbeit der Fluggesellschaften auf Transatlantikrouten zwischen der EU und Nordamerika sei nach erstem Eindruck enger als in den beiden Airline-Gruppierungen üblich. Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit.
Die Wettbewerbshüter schrieben, auf den Transatlantikrouten sollten in den Allianzen jeweils Flugpläne und Kapazitäten abgestimmt werden. Zu den Absprachen gehörten auch Preise und die Handhabung von Einkünften. «Die Kommission untersucht, ob diese gemeinsamen Aktivitäten den Wettbewerb auf bestimmten Transatlantikstrecken behindern könnten», schrieb die Kommission. Falls die Kommission zu einem späteren Zeitpunkt förmliche Kartellverfahren einleiten und die Vorwürfe dann erhärten sollte, drohen den Unternehmen hohe Bussgelder.
Anfang April erteilte das US-Transportministerium der nun auch ins Visier geratenden Continental Airlines die Anti-Trust-Immunität und ebnete so den Weg für ein Transatlantik-Joint-Venture mit Lufthansa, Air Canada und United Airlines.
