Unique (Flughafen Zürich AG) schliesst das Geschäftsjahr 2008 in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld mit einem Gewinn von 121,3 Millionen Franken ab (Vorjahr: 131 Millionen Franken, minus 7,2 Prozent). Bei 6,6 Prozent mehr Passagieren wurde der Umsatz um 6,5 Prozent auf 855,1 Millionen Franken gesteigert (Vorjahr: 802,9 Millionen Franken). Es wird eine Erhöhung der Dividende auf 5 Franken beantragt.
Das Geschäftsjahr 2008 zeichnete sich durch ein starkes Passagierwachstum während der ersten 9 Monate aus. Im letzten Quartal machte sich dann die weltweite konjunkturelle Abschwächung auch am Flughafen Zürich bemerkbar. Die Passagierzahlen stiegen trotz abgeschwächter Konjunktur um 6,6 Prozent auf 22,1 Millionen Reisende. Die Zahl der Flugbewegungen stieg um 2,4 Prozent auf 274’991.
Der Umsatz von 855,1 Millionen Franken wurde zu 61,5 Prozent im Fluggeschäft (Aviation) und zu 38,5 Prozent im Nicht-Fluggeschäft (Non Aviation) erwirtschaftet. Der Umsatz im Fluggeschäft erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,0 Prozent auf 525,7 Millionen Franken (Vorjahr: 496 Millionen Franken), während der Umsatz im Nicht-Fluggeschäft − hauptsächlich aufgrund der erweiterten Flächen mit 13 neuen Shops im landseitigen Airport Shopping − um 7,3 Prozent auf 329,4 Millionen Franken (Vorjahr: 306,9 Millionen Franken) anstieg.
Die Betriebskosten vor ausserordentlichen Einflüssen nahmen im Berichtsjahr um 3,8 Prozent respektive 15 Millionen Franken zu. Unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Einflüsse, hier sei insbesondere die vom Bundesgericht verfügte Zahlung von 21,3 Millionen Franken an den Swissair-Nachlassverwalter erwähnt, erhöhten sich die Betriebskosten gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Prozent auf 434,9 Millionen Franken (Vorjahr: 392,8 Millionen Franken).
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) lag mit 420,2 Millionen Franken um 10,1 Millionen Franken über dem Vorjahreswert (410,1 Millionen Franken). Demgegenüber war die EBITDA-Marge im Berichtsjahr mit 49,1 Prozent rückläufig (Vorjahr: 51,1 Prozent).
Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 2,1 Prozent auf 234,1 Millionen Franken (Vorjahr: 229,2 Millionen Franken).
Die betrieblichen Investitionen erhöhten sich von 109,1 Millionen Franken auf 249,9 Millionen Franken. Die im Verlaufe des Berichtsjahres erfolgte Sanierung der Piste 16/34 sowie die Planung und Realisierung der Grossprojekte für die Schengenumsetzung waren Haupttreiber für die Zunahme der Investitionskosten.
Die Nettoverschuldung der Gesellschaft erhöhte sich im Berichtsjahr um 100,2 Millionen Franken auf 1’019 Millionen Franken (Vorjahr 918.8 Millionen Franken). Das Eigenkapital der Unternehmung ist mit 1,4 Milliarden Franken 4,0 Prozent höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt solide 42,5 Prozent (Vorjahr: 43,2 Prozent).
