Die Passagiernachfrage im internationalen Luftverkehr ist im Februar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,5 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis der Verkehrszahlen für den Monat Februar, die die International Air Transport Association (IATA) vorgelegt hat. Der Februar 2009 markierte während der Wirtschaftskrise den Tiefpunkt der Passagiernachfrage. Diese muss daher um weitere 1,4 Prozent zulegen, um das Niveau vor der Krise zu erreichen. Die Nachfrage im Frachtgeschäft ist im Februar 2010 verglichen mit dem Vorjahresmonat um 26,5 Prozent gestiegen. Sie war während der Rezession stärker als die Passagiernachfrage gesunken und muss um weitere 3 Prozent zulegen, um ein Level wie vor der Krise zu erreichen.
Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA: «Wir bewegen uns in die richtige Richtung. In zwei bis drei Monaten sollten sich die Verkehrszahlen wieder auf Vor-Krisen-Niveau befinden. Das ist aber noch keine vollkommene Erholung. Vor uns liegt die Aufgabe, uns an zwei Jahre verlorenes Wachstum anzupassen.»
Besonders bemerkenswert ist die gestiegene Auslastung, die im Februar 2010 bei 75,5 Prozent lag. Da Februar traditionell der verkehrsschwächste Monat ist, lag die Auslastung saisonbereinigt sogar bei einem Rekordwert von 79,3 Prozent. Während die Nachfrage um 9,5 Prozent gestiegen ist, erhöhte sich das Angebot verglichen mit dem Vorjahresmonat nur um 1,9 Prozent. Im Kurz- und Mittelstreckenbereich bleiben die Fluggesellschaften bei einer regulären Nutzung der Flugzeuge, im Langstreckenbereich sind die Flotten jedoch 8 Prozent weniger im Einsatz als 2008, dem Jahr vor Beginn der Wirtschaftskrise. Der daraus resultierende Anstieg der Stückkosten für Langstreckenflüge verzögert den positiven Effekt einer stärkeren Nachfrage.
