IATA: Belebung in der Luftfahrtbranche

Der Weltluftverkehr könnte sich nach der Krise 2009 schneller erholen als erwartet.

«Es ist endlich Zeit für vorsichtigen Optimismus», verkündete der Generaldirektor des Weltluftfahrtverbands IATA, Giovanni Bisignani, laut «aero.de» am Donnerstag in Berlin. Vor allem in Asien und Nordamerika sei ein kräftiger Aufwind zu spüren, da dort die Konjunktur stärker anziehe. Europa hänge dagegen hinterher, wobei neben den Behinderungen wegen der Vulkanaschewolke aus Island auch mangelnde politische Koordination dazu beitrage. «Unsere Industrie erholt sich schneller als zu erwarten war», sagte Bisignani und habe dafür eine Spanne von zwei Jahren angesetzt. Allerdings seien die Erwartungen auch sehr pessimistisch gewesen.

Insgesamt büsste die Branche 2009 nach IATA-Berechnungen rund 65 Milliarden Euro an Umsatz ein – etwa vier Mal so viel wie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Dadurch dürfte nun ein Branchenverlust von mehr als 7,6 Milliarden Euro zusammengekommen sein. Laut Bisignani lasse ihn der Trend zu starkem Verkehrswachstum, der vor dem Ausbruch des isländischen Vulkans zu beobachten war, positiver in die Zukunft blicken.