MwSt: SRV verärgert über Kommunikation von Swiss

Mehrwertsteuerbeschluss war weder Konsens noch Kompromiss. SRV überdenkt die zukünftige Kooperation mit Swiss.

Am vergangenen Freitag informierte Swiss in ihrem Agenten-Newsletter, dass ein Entscheid in der monatelangen Diskussion um die Erhebung einer Mehrwertsteuer auf den Vorzugspreis-Gebühren gefällt wurde. Nämlich: Die Segment-Entgelte für die Vorzugspreise bleiben mehrwertsteuerpflichtig. Damit haben Swiss/Lufthansa ihre seit langem favorisierte Lösung durchgesetzt. Obwohl «durchgesetzt» nicht ganz korrekt ist, denn laut Schweizerischem Reisebüro-Verband (SRV) handelte es sich um einen unilateralen Entscheid und eine ebenso unilaterale Kommunikation. Die Lösungsvorschläge des SRV wurden nicht berücksichtig.

Im Swiss Agent Newsletter steht wörtlich: «Nach Diskussionen mit dem SRV wurde ein Konsens gefunden. Swiss und Lufthansa sind der Überzeugung, dass es keine pragmatischere Lösung gibt, als die Praxis des Vermittlerstatus beizubehalten. Die Segment-Entgelte für die Preferred Fares bleiben somit mehrwertsteuerpflichtig.» SRV-Geschäftsführer Walter Kunz kann darob nur den Kopf schütteln: «Von einem Konsens zu sprechen ist eine Unterstellung.»

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