Dank niedriger Kerosinkosten konnte die Billigairline Ryanair ihren Halbjahresgewinn vervierfachen. Der Überschuss stieg auf 373,5 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr unter wegen der hohen Treibstoffkosten deutlich geschrumpft war, so eine Meldung von «airliners.de». Aufgrund der fallenden Ticketpreise rechnet CEO Michael O’Leary in den kommenden Monaten mit Verlusten, heisst es weiter. Die Ticketpreise sollen in diesem Winter voraussichtlich um bis zu 20 Prozent zurückgehen, kündigte der Ryanair-Chef an. Obwohl dies das Ergebnis von Oktober bis März ins Minus ziehen soll, hält er für das Gesamtjahr an seinem Gewinnziel fest. Der Überschuss soll zwischen 200 und 300 Mio. Euro zu liegen kommen.
Derzeit verhandelt Ryanair mit Boeing über den Kauf von 200 Maschinen. Allerdings, so wird O’Leary zitiert, sehe Ryanair keinen Sinn darin, das schnelle Wachstum fortzuführen, während die Durchschnittserlöse im Sinken begriffen seien und Boeing als wichtigster Partner im Flugzeug-Geschäft seine Rolle im Kostensenkungsprogramm der Airline ablehne. O’Leary räumt dem Flugzeugbauer eine Frist bis Jahresende ein. Wenn die Verhandlungen bis dahin nicht zu einem Ergebnis führten, werde Ryanair das Geschäftsverhältnis zu Boeing auflösen.
