SAS baut bis zu 1500 weitere Stellen ab

Tiefrote Halbjahreszahlen führen zu weiteren Sparmassnahmen.

Scandinavian Airlines (SAS) hat heute mitgeteilt, dass im 2. Quartal 2009 ein Verlust von SEK 1,039 Mia. (ca. CHF 154,7 Mio.) eingeflogen wurde. Die Anzahl Passagiere sank um 17% auf 6,8 Mio., der operative Gewinn brach um 15,2% auf SEK 12,223 Mia. (ca. CHF 1,8 Mia.) ein.
Für das gesamte 1. Halbjahr 2009 resultierte ein Nettoverlust von SEK 1,795 Mia. (ca. CHF 267,2 Mio.); der operative Gewinn sank um 12,1% auf SEK 23,519 Mia. (ca. CHF 3,5 Mia.) und die Anzahl Pax fiel um 16,4% auf 12,6 Mio.

Dieser neuerliche Verlust hat zu weiteren Sparmassnahmen geführt. Ein neues Sparprogramm – nebst dem bereits in Implementierung stehenden Sparprogramm «Core SAS» – soll weitere SEK 2 Mia (ca. CHF 297,5 Mio.) Einsparungen bringen. Die Massnahmen: 1000-1500 Stellen sollen abgebaut werden, hauptsächlich beim Flug- und Kabinenpersonal und in der Administration.

SAS-CEO Mats Jansson muss mit den total 39 Arbeitnehmerverbänden der SAS neue Verträge aushandeln, um die Kostenstruktur «konkurrenzfähig» zu machen. Es ist von Kürzungen um 10-20% die Rede.
Asbjörn Wikestad, Chef der grössten SAS-Arbeitnehmervereinigung, meinte indes bereits, dass «die Schmerzgrenze erreicht» sei. Höhere Produktivität statt tiefere Löhne ist seiner Meinung nach die bessere Lösung des Problems.
Ola Strand, Direktor von SAS Norge, meinte seinerseits, dass SAS nun seine Kostenstruktur auf das Niveau des Low-Cost-Konkurrenten Norwegian bringen müsse, um überlebensfähig zu bleiben. Eine etwas «speziellere» Massnahme ist das Ersetzen von norwegischem Kabinenpersonal mit schwedischen Staatsbürgern, da diese billiger arbeiten.