Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember wird in Italien die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mailand und Bologna in Betrieb genommen. In nur 65 Minuten legen dann modernste Hochgeschwindigkeitszüge die 187 Kilometer zurück. 6,9 Milliarden Euro sind in neue Trassen investiert worden, ein wichtiger Meilenstein für das gesamte Hochgeschwindigkeitssystem, das Italiens Metropolen in den kommenden Jahren miteinander verknüpfen soll. Mit Inbetriebnahme der neuen Strecke verkürzt sich ab Dezember auch die Fahrtzeit nach Rom. In nur dreieinhalb Stunden ist die italienische Hauptstadt von Mailand aus erreichbar.
Probleme gibt es hingegen mit den Cisalpino-Verbindungen zwischen der Schweiz und Italien. Cisalpino, SBB und Trenitalia haben beschlossen, für den kommenden Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2008 keine Kompositionen des Typs ETR 610 in Betrieb zu nehmen. Sie nehmen die mit grosser Verzögerung abgelieferten Fahrzeuge erst nach umfangreichen Test- und Abnahmeverfahren schrittweise in den fahrplanmässigen Verkehr.
Deshalb kommt ein Übergangsfahrplan zum Zug. Dieser regelt den internationalen Verkehr zwischen der Schweiz und Italien für die nächsten Monate. Zwischen Zürich und Mailand werden täglich sieben Verbindungen angeboten, vier davon als Direktverbindungen mit den bestehenden Neigezügen des Typs ETR 470. Drei weitere Verbindungen werden zwischen Zürich und Lugano mit SBB Intercity-Neigezügen mit Anschluss in Lugano von und nach Mailand geführt.
