Swiss 2008 mit gutem Ergebnis

Im vierten Quartal schwächte sich die Nachfrage deutlich ab.

Swiss International Air Lines (Konzern) erzielte 2008 einen Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 507 Mio. (minus 6,5% gegenüber Vorjahr). Im gleichen Zeitraum konnte Swiss den Betriebsertrag um 7,6% auf CHF 5’267 Mio. erhöhen. Im Jahr 2008 sind 13,5 Millionen Passagiere mit SWISS geflogen (2007: 12,2 Mio.). Das sind so viele wie noch nie. Das Angebot in Sitzkilometern wurde um 12,0% ausgebaut und konnte über das Jahr gesehen vollumfänglich am Markt abgesetzt werden: Der Sitzladefaktor (SLF) der Flüge war mit 80,3% stabil auf Vorjahresniveau (80,2%) und liegt deutlich oberhalb des Branchendurchschnitts.

Im vierten Quartal gelang es nicht mehr, das Wachstum der Vormonate zu halten. Der Betriebsertrag stagnierte bei CHF 1’295 Mio. (Vorjahresquartal CHF 1’305 Mio.). Die Nachfrage schwächte sich deutlich ab – zuerst im Frachtgeschäft, aber auch im Passagierverkehr. Der Sitzladefaktor war rückläufig und es resultierte ein leichtes Minus beim Betriebsertrag, nachdem Swiss in den ersten neun Monaten noch ein Plus von 10.6% erzielt hatte. Entlastung brachten die seit Herbst 2008 deutlich tieferen Treibstoffpreise.

Das Betriebsergebnis im vierten Quartal lag aber primär deshalb über dem Vorjahreswert, weil das Schlussquartal 2007 durch Rückstellungen und Neubewertungen von Bilanzpositionen belastet worden war. «2008 war für Swiss insgesamt ein gutes Jahr. Das Unternehmen ist profitabel und deutlich über dem Markt gewachsen und konnte an die erfolgreichen letzten Jahre anknüpfen. Die Geschäftsentwicklung von Oktober bis Dezember hat uns aber einen Vorgeschmack auf 2009 gegeben», sagte Swiss CEO Christoph Franz. «Der branchenweite Einbruch von 23.2% bei den Frachtvolumen im Januar 2009 zeigt die Dimension der Wirtschaftkrise. Zunehmend leidet auch das Passagiergeschäft – besonders im Geschäftsreisesegment.» Swiss reagiert auf die Marktschwäche seit Anfang des Jahres mit nachfrageorientierten Anpassungen des Flugangebots. Es wurden Flugfrequenzen reduziert oder kleinere Flugzeuge eingesetzt. Als Teil eines Massnahmenpakets forciert das Unternehmen zudem seit Ende Februar den Abbau von Überzeiten und von Ferientagen aus dem Vorjahr und erleichtert das Beziehen von unbezahltem Urlaub. «Swiss verfolgt seit Jahren ein straffes Kostenmanagement und hat bereits im vergangenen Herbst Massnahmen zur weiteren Verbesserung der Kostenstruktur eingeleitet», führte Swiss Finanzchef Marcel Klaus aus und ergänzte: «In Krisenzeiten ist die Kosteneffizienz für die Sicherung der Marktposition entscheidend.»