TUI konnte im Geschäftsjahr 2008 Umsatz und operatives Ergebnis steigern. Der Umsatz der Sparten des Konzerns stieg um 14 Prozent auf rund 25 Mia. Euro. Gleichzeitig konnte sowohl in der Touristiksparte als auch in der Schifffahrtssparte das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) erheblich gesteigert werden.
Das Konzernergebnis fiel mit minus 142 Mio. Euro (Vorjahr 231 Mio. Euro) dagegen negativ aus. Der Verlust erklärt TUI in erster Linie mit den Kosten für die Integration und Neuausrichtung von First Choice für 285 Mio. Euro. Daneben trug auch die Reduzierung des Flugbereichs zu den ausserordentlichen Aufwendungen von insgesamt über 440 Mio. Euro bei.
Bei der Touristik (TUI Travel, TUI Hotels & Resorts, TUI Kreuzfahrten) erhöhte sich der Umsatz um rund 18 Prozent auf 18,6 Mia. Euro (Vorjahr 15,8 Milliarden Euro), wobei die Aktivitäten der First Choice Gruppe erstmals ganzjährig einbezogen wurden. Das operative Ergebnis der Touristiksparte (bereinigtes EBITA) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 30 Prozent auf rund 602 Millionen Euro (Vorjahr 463 Millionen Euro).
Auch die Containerschifffahrt hat sich mit einem Ergebniswachstum von 19 Prozent auf ein bereinigtes EBITA von 211 Mio. Euro (Vorjahr 177 Mio. Euro) gut entwickelt. Insbesondere im Branchenvergleich hat die Reederei damit erfolgreich abgeschnitten.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der TUI Konzern im Kerngeschäft Touristik eine stabile Entwicklung des operativen Ergebnisses und einen leichten Anstieg des bereinigten Ergebnisses. Eine restriktive Kapazitätsplanung in allen relevanten Quellmärkten soll dabei die Basis für die Erzielung stabiler Produktmargen und hoher Auslastungen bilden. Risikofaktoren stellen ein weiterhin schwaches Britisches Pfund und eine mögliche weitere Eintrübung in den touristischen Märkten dar. TUI-Vorstandschef Michael Frenzel erklärt: «Wir erwarten, dass diese in ihrer Höhe einmaligen finanziellen Vorleistungen in den Folgejahren zu einer deutlichen Steigerung der Ertragskraft bei TUI Travel führen werden.»
