In den Fluglärmstreit zwischen der Schweiz und Deutschland ist am WEF in Davos Bewegung gekommen. Verkehrsministerin Doris Leuthard und ihr deutscher Kollege Peter Ramsauer haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Dabei soll die Anzahl Anflüge über süddeutsches Gebiet reduziert, dafür mehr Anflüge in den Morgen- und Abendstunden erlaubt werden. Die Details dazu sind allerdings noch offen. Im Staatsvertrag sollen die technischen Entwicklungen berücksichtigt werden: Wenn die Flugzeuge leiser werden, soll die Anzahl der Flüge über deutsches Gebiet wieder erhöht werden können.
Die ersten Reaktionen auf die Absichtserklärung sind unterschiedlich ausgefallen. Swiss und Lufthansa zeigten sich zurückhaltend optimistisch, die Fluglärmgegner kritisieren die Lösung. Laut Leuthard könnte der Vertrag bereits 2014 in Kraft gesetzt werden. Der Zeitplan mit einer Ratifizierung des Abkommens bereits im Herbst 2012 wird von Bazl-Chef Peter Müller laut «Sonntagszeitung» als «sportlich» bezeichnet. In der Tat sind bis dahin noch einige Hürden zu nehmen.
