Untersuchung gegen AF-KL, AZ und DL eingeleitet

Die EU-Kommission eröffnet ein Prüfverfahren zum transatlantischen Gemeinschaftsunternehmen von Air France-KLM, Alitalia und Delta.

Die Europäische Kommission hat ein Prüfverfahren eingeleitet, um festzustellen, ob ein transatlantisches Gemeinschaftsunternehmen von Air France-KLM (AF-KL), Alitalia (AZ) und Delta (DL), allesamt Mitglieder der Skyteam-Allianz, gegen die EU-Kartellrechtsvorschriften verstösst. Dies teilte die EU-Kommission heute mit.

2009 und 2010 schlossen einige Mitglieder der Skyteam-Allianz – Air France‑KLM, Alitalia und Delta – Verträge zur Gründung eines transatlantischen Gemeinschaftsunternehmens, das sich vor allem auf die Flugstrecken zwischen Europa und Nordamerika konzentrierte. Die Kommission wird nun prüfen, ob die Partnerschaft den Fluggästen auf bestimmten Verbindungen zwischen der EU und den USA schadet, auf denen die Unternehmen konkurrierende Dienstleistungen anbieten würden, wenn kein Gemeinschaftsunternehmen bestünde. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die Preise durch die Zusammenarbeit gestiegen sind. Dies könnte einen Verstoss gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU (AEUV) darstellen, der wettbewerbswidrige Absprachen verbietet. Sollte sich herausstellen, dass die betroffenen Unternehmen tatsächlich den freien Wettbewerb behindern, drohen Geldbussen bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes, berichtet «airliners.de».

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