Es muss nicht immer Südafrika sein

Das Land am Kap ist bei Schweizer TOs hoch im Kurs, es gibt aber auch Alternativen.
©iStock.com/ Simoneemanphotography / swissmediavision
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Mit Reisebloggern unterwegs
Private Safaris bietet Fotoreisen mit den Reisebloggern und Fotografen Steffi und Stefan an, nach Botswana und Tansania. «Die zwei begeisterungsfähigen Lebensmenschen sind ein Glücksfall für Private Safaris», sagt General Manager Claudio Nauli. Südliches und Ost-Afrika würden bei den Schweizern immer beliebter, stellt Nauli fest. Die Nachfrage übersteige teilweise das Angebot, und der Safaritourismus stosse an Grenzen. «Deshalb bauen wir Sambia aus», erklärt er. «Das Land hat viel mehr zu bieten als allgemein bekannt und hat leider immer noch ein Schattendasein gegenüber Botswana. Mit einer professionellen Agentur vor Ort werden wir von der Quantität und vor allem Qualität her das grösste Angebot in der Schweiz haben.» Zwei Geheimtipps liefert Claudio Nauli aus Tansania: den Ruaha-Nationalpark und das Selous- Wildreservat, «die das ursprüngliche Tansania zeigen, salopp gesagt Serengeti vor 50 Jahren». Man fühle sich wie ein Entdecker. «Der Tourismus ist noch sehr klein und man ist praktisch alleine im Busch.»

Mit Mietwagen über Sandpisten
Travelhouse hat neue Hotels im Programm, etwa «De Waterkant Village» und «Pepperclub Hotel» in Kapstadt, die Leeu Collection in der Weinregion, die Auberge Burgundy in Hermanus und die «Makumu Private Lodge» in der Krüger-Region. Neu ist auch die Mobile-Safari «Northern Highlights» für Abenteuerlustige. Die Gäste werden von Maun ins Okavango- Delta geflogen und dort von einem Guide im offenen Geländefahrzeug abgeholt, der 10 Tage mit ihnen im Busch verbringt.
«Eine Alternative zu Südafrika zu finden, ist nicht ganz einfach», sagt Meret Etter, Product Manager Südliches Afrika: «Namibia bietet sich als ideales Mietwagenrundreiseland an» – mehr auf Sandpisten als Strassen. «In Frage kommen auch Botswana, Sambia und Simbabwe.» Für Badeferien sei Mosambik eine Destination. «Ab Johannesburg gut erschlossen, preislich attraktiv und noch abseits der grossen Touristenströme», so Etter.

Packages für alle Fälle
Knecht Reisen setzt auf Packages, die modulartig zusammengestellt werden können und verschiedene Regionen kombinieren: für Golfer, für Familien, für Romantiker, für Design-Liebhaber und für Gourmets. Neu ist eine Selbstfahrer-Tour zu nachhaltig geführten Unterkünften im Programm. Neue Unterkünfte sind das Gorgeous George Boutique Hotel in Kapstadt, die Stock Exchange Apartments im Kult-Viertel Woodstock und Krüger Shalati, eine spektakuläre Unterkunft, die sich in einem stationären Zug auf der Selati-Brücke hoch über dem Krüger-Nationalpark befindet. Ebenfalls neu ist das Hillsnek Safari Camp im malariafreien Eastern. Ausgebaut wurde Simbabwe mit dem Sapi-Itinerary von Great Plains Conservation: Fünf-Nächte-Tour im tierreichen Mana- Pools-Nationalpark mit Übernachtung unter freiem Himmel, zwei neuen Lodges im Mana Pools und ein neues Camp im Hwange-Nationalpark im Programm.

Städtetrip am Tafelberg
Hotelplan positioniert Kapstadt, seine einzige Destination im Süden Afrikas, als Städtetrip. «Ausflüge zum Tafelberg oder Kap der Guten Hoffnung, Wein-Degustationen, diverse Strände, Shopping und vieles mehr – an Abwechslung fehlt es nicht», sagt Nicole Rosenberg, Product Manager Südliches Afrika.

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Semi-Luxus für vier
Africa Tours setzt auf Botswana. «Die Menschen sind freundlicher, die Natur wilder, die Artenvielfalt grösser als in Südafrika», erklärt Gery Reust. Besonders empfiehlt er eine Semi-Luxury-Safari durch Botswana und Sambia, mit dem Okavango-Delta, Moremi Game Reserve, Chobe National Park, Savuti und den Victoria Falls. Durchgeführt werden die Semi-Luxury-Safaris ab vier Teilnehmern.

Wale schauen in Hermanus
TUI und Airtours haben über 30 neue Hotels und Rundreisen im Programm. Daniela Maspoli, Manager Sales & Operations Longhaul Central, nennt drei Highlights: Mosselberg on Grotto Beach, ausserhalb von Hermanus am Meer mit fantastischer Aussicht. Zweitens das Birkenhead House im Airtours-Programm, von dem man mit Glück in der richtigen Saison die Wale sieht. Für Repeater das Pafuri Camp in einer weniger bekannten Ecke im nördlichen Teil des Krüger-Nationalparks. Für Gäste, die ausserhalb Südafrikas etwas Spezielles erleben möchten, empfiehlt Maspoli eine Pan Overnight in den Makgadikgadi Pans in Botswana: «Per Quadbike fährt man in die Salzpfanne und übernachtet da nur im Schlafsack unter dem freien Sternenhimmel Botswanas. Ein unvergessliches Erlebnis.»

Uganda als Alternative
Dreamtime hat die Touren mit Fair-Trade-zertifizierten Unterkünften ausgebaut. «Für Stammkunden gibt es weniger bekannte Fleckchen zu entdecken, wie den Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark, die Karoo im Eastern Cape oder die Wild Coast», sagt Maria Kressler, Product Manager Africa. Besonders angetan hats ihr Uganda. «Unsere Stammkunden, die bereits viele Länder und Orte in Afrika kennen, sind sehr angetan.» Neben Gorillas und Schimpansen bietet das Land viel Natur mit Kraterseen, Papyrusfeldern, Teeplantagen, schneebedeckten Bergen und Savannen für aktive Touristen.

CM

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