Expeditionsreisen hoch im Kurs

Passagiere haben die Wahl zwischen rustikal und luxuriös.
© Ponant

Im Mittelpunkt der Reisen in Polarregionen stehen meist die Fahrtgebiete, doch die Auswahl des Schiffes ist natürlich fast ebenso wichtig. Eher rustikal geht es auf den umgebauten Forschungsschiffen zu. Für Kost und Logis ist gesorgt, für High End eher nicht. Wer mehr will, sollte Reedereien wie Hapag-Lloyd, Silversea Cruises oder Ponant wählen. Sie kombinieren die Vorzüge einer Luxus-Kreuzfahrt mit exotischen Routen und Ausflügen. Die Passagiere beobachten tagsüber bei Ponant Pinguine im Eis und speisen abends an Bord auf Sterne-Niveau.

EXPEDITIONSSCHIFFE SIND KLEIN und extra für diese Reisen konstruiert. Sie müssen für polare Regionen eine «Eisklasse» vorweisen, um manövrierfähig zu bleiben, wenn das Wasser gefriert. Andere Schiffe haben einen geringen Tiefgang, um kleine Inseln und seichte Buchten anlaufen zu können. Deshalb gibt es Expeditionsreisen nicht zum Schnäppchenpreis. Wenige Passagiere und verstärkte Rümpfe sowie Zodiacs für Ausflüge kosten genauso wie Experten, welche die Ausflüge mit Vorträgen begleiten. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Anreise: Kreuzfahrten zu den Galapagos-Inseln zum Beispiel erfordern Flugtickets nach Südamerika. Die Einreise erfolgt via Ecuador.

Die französische Reederei Ponant ist Marktführer bei Polarexpeditionen. Die vier Schiffe Le Boréal, L’Austral, Le Soléal und Le Lyrial gehören zur Stammflotte. Dazukommen vier neue Schiffe mit jeweils 92 Kabinen, im Sommer 2019 werden zudem zwei Schiffe der Ponant-Explorers-Serie, die Le Bougainville und die Le Dumont d’Urville, ihren Dienst aufnehmen.

Bei Hurtigruten sind die MS Fram und die MS Midnatsol beliebt für Antarktis-Fahrten, die MS Nordstjernen für Touren in die norwegische Arktis und die MS Spitsbergen für Reisen zu den Inselgruppen des Nordatlantiks. Im Top-Segment fährt neben Hapag-Lloyd auch die Reederei Silversea Cruises mit.

ET

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