Türkei: Das Schweizer EDA passt seine Reisehinweise an

Auch der SRV äussert sich: Für viele Touristen sei die Erdogan-Regierung der Grund, nicht in die Türkei zu reisen.

Nachdem bereits Deutschland und weitere Länder ihre Reisehinweise zur Türkei den aktuellen Ereignissen angepasst haben, reagiert nun auch das Eidgenössische Department für Auswärtige Angelegenheiten (EDA). Mit Hinweis auf das am 16. April 2017 stattfindende Verfassungs-Referendum in der Türkei heisst es: «Vor, während und nach der Abstimmung ist in allen Teilen des Landes mit politischen Spannungen und einer Zunahme der politischen Empfindlichkeit in der Bevölkerung zu rechnen. Es kann zu Demonstrationen und Ausschreitungen kommen. Aufgrund der teils kritischen Berichterstattung im Ausland können Proteste gegen Ausländerinnen und Ausländer nicht ausgeschlossen werden.» Darum rät das EDA: «Lassen Sie erhöhte Wachsamkeit walten, und meiden Sie Kundgebungen jeder Art.»

SRV: Politische Lage als Reise-Hinderungsgrund
Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reise-Verband (SRV), äussert sich heute im «Blick» zu den Gründen für die ausbleibenden Gäste in der Türkei. «Viele Touristen sagen sich, dass sie unter dieser Regierung die Türkei nicht besuchen wollen», wird Kunz zitiert. Die politische Lage sei v.a. schuld, dass «die Nachfrage für die Türkei völlig eingebrochen» sei.

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