Airplus trotz Hürden 2016 im Plus

In der Schweiz führte Airplus im vergangenen Jahr rund einer Million Flug-, Bahnreise-, Mietwagen- und Hotelbuchungen durch.
Andreas_Stehrenberger_Airplus

Die Interchange-Fee-Regulierung hat Airplus im vergangenen Geschäftsjahr zugesetzt. Die Umsetzung kostete den Anbieter von Bezahl- und Abrechnungslösungen für Geschäftsreisen EUR 12 Mio. Zudem gingen 125’000 Kreditkartenkunden verloren.

Nichtsdestotrotz zeigte sich Patrick W. Diemer, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Airplus, an der Präsentation der Jahreszahlen in Zürich zufrieden. Denn 2016 hat die Firma mit seinen Kreditkarten einen Abrechnungsumsatz von rund EUR 14 Mia. erzielt, eine Steigerung von 1,7% im Vergleich zum Vorjahr (2015: EUR 13,8 Mia.). Die Umsatzerlöse blieben mit EUR 335 Mio. unverändert. Einen Zuwachs von 46% gegenüber Vorjahr erfuhr hingegen mit EUR 76 Mio. das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern. Davon stammen jedoch alleine EUR 36 Mio. aus dem Erlös von Visa-Aktien. Diese Aktien bezeichnete Diemer als «Lotterielose».

Insgesamt zählt Airplus derzeit 49’000 Kunden, davon rund 2000 aus der Schweiz. Der Airplus-Marktanteil hierzulande macht laut Andreas Stehrenberger (Bild), Managing Director Switzerland, 40% aus. In der Schweiz führte Airplus im vergangenen Jahr rund einer Million Flug-, Bahnreise-, Mietwagen- und Hotelbuchungen durch. Zusammengerechnet haben die Schweizer Businessreisenden damit mehr als 3,2 Mia. Kilometer zurückgelegt.

Weiter kam Patrick Diemer auf die Übernahme von BCC Corporate zu sprechen. Der in Belgien ansässige Herausgeber von Visa- und Mastercard-Firmenkarten ist eine Tochtergesellschaft der Alpha Card Group. Für Airplus sei dieser Schritt Teil der europäischen Wachstumsstrategie im Markt für virtuelle und mobile Bezahllösungen.