«Die Kosten für die saubere Technologie werden nicht eins zu eins auf die Kunden überwälzt»

Karim Twerenbold, VR-Präsident der Twerenbold Reisen Gruppe, ist ein Gegner von Gesetzen und pocht auf die Selbstverantwortung jedes Marktteilnehmers.
© Michele Limina

Im Juni wird das elfte Flussschiff unter der Flagge von Mittelhurgau, die Excellence Empress, mit einer neuartigen Clean-Air-Technologie aus der Taufe gehoben. Von Umwelt-Gesetzen hält Karim Twerenbold, VR-Präsident der Twerenbold Reisen Gruppe, indes wenig. Er pocht auf die Selbstverantwortung jedes Unternehmers. «Jeder Marktteilnehmer muss seine Verantwortung eigenständig wahrnehmen. Dafür braucht es keine neuen Gesetze. Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht nur auf Ökologie, sondern auch auf soziale und ökonomische Aspekte. Aber alte Dreckschleudern, die schwarzen Russ ausstossen, gehören definitiv nicht mehr aufs Wasser», sagt er im Interview gegenüber der «Sonntagszeitung».

Daher lässt das Aargauer Reiseunternehmen auch die zehn bestehenden Schiffe umrüsten und investiert jeweils zwischen CHF 400’000 bis 500’000. Finanziert würden die hohen Kosten durch eigene Mittel, dieses Geld sei durch diese Investition in die Zukunft gut angelegt. Die Kosten würden «nicht 1 zu 1 auf die Kunden überwälzt», so Twerenbold. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt er sich verhalten optimistisch für die ganze Gruppe. Bis Ende Februar sollten 70% der Buchungen in den Büchern stehen. (TI)

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